Mieterverein regt Bündnis an

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Gießen (pm). Der Mieterverein regt ein breites gesellschaftliches Bündnis von Parteien und Verbänden an, um zu einer bundesweit geltenden wirksamen Mietpreisbegrenzung zu kommen. Mit Blick auf Gießen schreibt der örtliche Mietervereinsvorsitzende Stefan Kaisers, dass sich die Kaltmieten hier in den letzten Jahren trotz vieler Neubauten weiter erhöht hätten, und zwar stärker als die Inflationsrate.

Nehme man die Wohnungen der Wohnbau heraus, dürften die Bestandsmieten in der Stadt im Durchschnitt schon bei über 8 Euro/qm (Kaltmiete) liegen. Die Angebotsmieten bei der Neuvermietung bewegten sich, je nach Größe der Wohnung, zwischen 9 und 12 Euro pro Quadratmeter (ohne Nebenkosten). Das sei für immer mehr Haushalte nicht zu finanzieren.

Da in Gießen die Mietpreisbremse nicht gelte, weder für die Neuvermietungen noch für die Bestandswohnungen, und sich beide Instrumente auch als wenig wirksam erwiesen hätten, müsse man über eine effektive Mietenbegrenzung nachdenken. Diese könne aber nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Berliner Mietendeckel nur vom Bund verfügt werden. Beim Mieterverein schlägt man ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Parteien und Verbänden vor, um im kommenden Bundestagswahlkampf politischen »Druck« aufzubauen, damit die nächste Regierung das Thema anpacke und eine Lösung finde.

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