Mieterverein kritisiert Pläne an Philosophenhöhe

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Gießen(pm). Der Vorsitzende des Gießener Mietervereins, Stefan Kaisers, hat das Vorgehen der Stadt bei der Entwicklung des Areals Philosophenhöhe (ehemaliges Motorpoolgelände) kritisiert. "Der Magistrat vergibt mit dem Verkauf des Areals an die Firma Depant-Wilma andere Chancen für das Gelände, etwa die Möglichkeit zur Wohnraumbeschaffung oder den öffentlich geförderten Wohnungsbau", teilt Kaisers mit.

Die Stadt Gießen hätte die Möglichkeit gehabt, zunächst einen städtebaulichen Wettbewerb für das 3,2 Hektar große ehemalige US-Militärgelände auszuschreiben. Dann hätte sie einen Bebauungsplan aufstellen, die Erschließung übernehmen und die Grundstücke verkaufen können. "In anderen Kommunen wird das so gemacht, und es ist nicht zu ihrem finanziellen Nachteil", sagt Kaisers. Die Stadt hätte so Einfluss nehmen können auf die Grundstückspreishöhe.

Der Mieterverein kritisiert, dass die Vereinbarung der Magistratskoalition, wonach bei Neubauprojekten von über 50 Wohnungen eine Sozialquote von 10 bis 25 Prozent einzuhalten sei, nicht beachtet werde. Damit werde wieder eine Chance vertan, mehr dringend benötigte neue Sozialwohnungen zu bekommen.

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