Mieten deckeln

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Gießen(pm). Der Mieterverein fordert von der Stadt Gießen und ihrem Wohnungsunternehmen Wohnbau Gießen GmbH, dem Beispiel der Stadt Marburg zu folgen, die mit dem "Marburger Mietendeckel" ihre städtische Wohnungsgesellschaft "Gewobau" angewiesen hat, für die Jahre 2020 und 2021 auf alle Mieterhöhungen zu verzichten. "Ein solches Mieterschutzpaket ist auch in Gießen erforderlich, um die einkommensschwachen Bevölkerungsschichten vor den Folgen der Corona-Pandemie zu bewahren", schreibt der Vorsitzende des Mietervereins, Stefan Kaisers.

Ende März hatte Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz als Vorsitzende des Aufsichtsrates der Wohnbau erklärt, dass das Unternehmen trotz damit verbundener Erlösschmälerung Mieterhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete "zunächst" aussetzen werde. Dies gelte auch für Erhöhungen, die im Zuge von Modernisierungen ausgesprochen wurden. Ebenso verzichte die Wohnbau derzeit auf das Einholen der Zustimmungen für bereits ausgesprochene Mietererhöhungen. "Das ist eine richtige Entscheidung, aber sie geht nicht weit genug", heißt es beim Mieterverein.

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