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Menschen im Flussstraßenviertel

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GuelsenemYilmaz_141222_4c © Red

Gießen (pm). Unter dem Titel »Mein Leben im Fluss - Ankommen, Gehen, Bleiben und Gestalten im Gießener Flussstraßenviertel« zeigt eine Ausstellung zehn großformatige Porträts des Nordstadtriertels. Fotografiert hat sie der Gießener Christoforos »Rossi« Mechanezidis. Die Bilder sind vom 17. Dezember bis 24. Januar im Atrium des Rathauses zu sehen - zu dessen üblichen Öffnungszeiten und bei freiem Eintritt.

Am Samstag ist Vernissage

Der 18. Dezember wurde von der UNO-Vollversammlung zum »Tag der Migration« erklärt. Auch in Gießen leben Menschen aus über 150 Nationen zusammen. Das Büro für Integration und die Stabstelle Soziale Stadterneuerung der Stadt zeigen in Kooperation mit dem Ausländerbeirat die Fotoausstellung »Mein Leben im Fluss - Ankommen, Gehen, Bleiben und Gestalten im Gießener Flussstraßenviertel«. Anlässlich des Tag der Migration wird die Ausstellung am Samstag, 17. Dezember, um 18 Uhr im Atrium des Rathauses eröffnet mit Beiträgen von Stadträtin Astrid Eibelshäuser, des Ausländerbeirates, Protagonisten der Porträtserie, Baglama-Musik des Alevitischen Vereins aus der Nordstadt und natürlich mit dem Fotografen Christoforos »Rossi« Mechanezidis.

Die Fotografien entstanden im Rahmen eines kleinen Publikationsprojektes und zeigen damit einen Zwischenstand. Im Flussstraßenviertel leben viele Menschen, die zur Zeit der so genannten Anwerbejahre (Zeitraum 1955 bis 1973) nach Deutschland einwanderten und im Gießener Norden ihr Zuhause fanden. Sie gehören heute zu den älteren Bewohnern des Quartiers. Ziel des Projektes ist es, mit ihnen ins Gespräch zu kommen: Was waren für sie die wichtigsten Stationen ihres Lebens? Wann und wie entschieden sie sich für Deutschland bzw. Gießen und die Nordstadt als Lebensmittelpunkt? Was ist heute ihre Sicht auf Nachbarschaft und Quartier? Die Publikation, an der aktuell noch gearbeitet wird, soll neben den Fotoporträts auch Interviews mit ihnen sowie rahmende Texte zur historischen Einordnung der Migration dieser Jahre versammeln.

An Publikation wird noch gearbeitet

Das Projekt wird gemeinsam von den Stabstellen Soziale Stadterneuerung und Büro für Integration durchgeführt. Der diesjährige »Tag der Migration« - begangen auch in Kooperation mit dem Ausländerbeirat Gießen - reflektiert mit dieser Ausstellung einen wichtigen Abschnitt deutscher Einwanderungsgeschichte und macht aufmerksam auf eine dadurch entstandene und heute selbstverständliche Vielfalt in unseren Nachbarschaften. Weitere Informationen zum Fotografen unter stolenmoments.de, zum Projekt unter giessen.de/lebenimfluss.

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VincenzoGiorgio_141222_4c © Red

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