Lahnufer

Für mehr Sicherheit: Uferweg an Gießener Lahnufer wird zur Baustelle

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Es müssen nicht immer die großen Maßnahmen sein, die eine Stadt sicherer und attraktiver machen. Am Gießener Lahnufer sind nun etliche kleinere Bauprojekte geplant.

Radfahrer, die regelmäßig den Lahnuferweg zwischen den beiden großen Brücken auch etwas flotter fahren, kennen das: An einigen Stellen verpasst das in die Jahre gekommene Buckelpflaster dem Zweiradlenker heftige Schläge. Aber die Tage des Pflasterwegs sind gezählt. Noch im Frühjahr oder Sommer wird der Weg im Auftrag des städtischen Gartenamts zwischen der Sachsenhäuser Brücke und der Konrad-Adenauer-Brücke komplett erneuert. "Der Weg soll in derselben Qualität hergestellt werden wie die Wege im Bereich Zu den Mühlen und rund um den Rübsamensteg", erklärt die für das Gartenamt zuständige Stadträtin Gerda Weigel-Greilich gegenüber der GAZ.

Mit dieser Maßnahme, die soeben von der Stadt ausgeschrieben wurde, werde ein "weiterer kleiner Schritt in der Umsetzung Rahmenplanung Lahnaue mit einer deutlichen Qualitätsverbesserung für Fußgänger und Radfahrer getan", sagt Weigel-Greilich.#

Auch bessere Beleuchtung geplant

Vorgesehen ist, das Pflaster herauszunehmen und den von Fußgängern und Radfahrern stark genutzten Weg dann neu anzulegen. Er wird den gleichen hellen körnigen Belag erhalten wie in den oben genannten Bereichen. Diese "Einstreudecke mit Reaktionsharz" wird auf Asphalt aufgetragen. Zudem wird der Weg auch etwas breiter und mit einem Metallband eingefasst. Auf einem kurzen Abschnitt, der auf Höhe des Wasserspielplatzes endet, war der Lahnuferweg bereits vor der Landesgartenschau so umgestaltet worden. Neben dem Wegebau ist auch eine Beleuchtung des Lahnuferwegs geplant; in der Ausschreibung ist von zehn Mastleuchten die Rede.

Weigel-Greilich nutzt die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass auch an anderen Stellen die Rahmenplanung für die Aufwertung der Lahnaue nach und nach umgesetzt wird. "Auch der neue Uferbalkon vor dem Schlachthof hat eine hohe Aufenthaltsqualität", sagt die Grünen-Politikerin. Zudem verspricht sie sich vom Engagement des Gießener Unternehmens Roth eine weitere Aufwertung des westlichen Lahnufers zwischen den Brücken. Weigel-Greilich: "Mit den Planungen der neuen Eigentümerin des Knossos, Frau Roth, wird es mit Sicherheit weitere Fortschritte geben." Im Interview mit der GAZ hatte die neue Knossos-Eigentümerin Christiane Roth vor wenigen Tagen angedeutet, dass sich auch im Außenbereich des Lahnufer-Restaurants etwas tun wird. "Es soll ein Platz zum Wohlfühlen entstehen, den man unterschiedlich bespielen kann, vom Grillabend bis zum Weihnachtsmarkt."

Beobachtungsstation errichtet

Auch im Norden, Richtung Launsbacher Seen, wird weiter an der Aufwertung der Lahnaue gearbeitet. Am Uferweg ist eine Station zur Beobachtung von Wasser- und Zugvögeln enstanden, die die beim Bau des Werner-Glaum-Deichs angelegten Flutmulden als Lebensraum oder Rastplatz nutzen. Das Überschwemmungsgebiet fasst 30 000 Kubikmeter Wasser und hat sich in den letzten Jahren zu einem artenreichen Biotop entwickelt.

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