Mehr Geld für Werbung

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Gießen(pm). Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des BID-Trägervereins Marktquartier berichtete der Vorsitzende Thomas Kirchhof von den Ereignissen der letzten eineinhalb Jahre. Dabei zeigte sich, wie stark die Corona-Maßnahmen nicht nur in das Geschäftsleben, sondern auch in die Aktivitäten des BID eingreifen. So fielen im laufenden Jahr alle geplanten Veranstaltungen in der Innenstadt aus - was besonders schade war, da das BID Marktquartier mit der Einbindung der Gießener Museen und der Städte-partnerschaftsvereine erstmals neue Veranstaltungsformate anbieten wollte.

Aus 2019 gab es gute Nachrichten. Die wichtigste aus Sicht des BID: Die Planungen für das "Outlet-Center" in Garbenteich wurden endgültig eingestellt. Dabei hatte das abgestimmte Vorgehen aller Gießener Akteure sowohl von öffentlicher als auch privater Seite wesentlichen Anteil. "So hätten wir uns das schon immer gewünscht, und so wird es künftig hoffentlich öfter laufen", betonte Kirchhof. Als Reaktion auf die besondere Situation wurden Möglichkeiten zur besseren Sichtbarkeit der Geschäfte im Internet und das Angebot einer kleinen Online-Handelsplattform forciert. Auch eine von Stadtpolitik und BIDs gemeinsam verantwortete und finanzierte Werbekampagne wurde gestartet.

Vierte Laufzeit angestrebt

Diese gemeinsame Aktion setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit fort und wird daher vom Vorstand des Marktquartiers sehr begrüßt. Allerdings wurde angesichts der finanziellen Größenordnungen, in denen andere mittelhessische Städte ihren Handel stützen, der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass man diese Kampagne verlängert und von städtischer Seite finanziell noch besser ausstattet.

Es sei völlig unklar, welche Verordnungen und Maßnahmen zum Infektionsschutz noch kommen, hieß es. Eine Vorausschau auf das restliche und das kommende Jahr wagte der Vorstand des Marktquartiers daher nicht. Sicher sei nur, dass die BIDs wie in allen Vorjahren wieder die Weihnachtsbeleuchtung finanzieren werden.

Nach dem Bericht und kurzer Diskussion wurden die formal notwendigen Beschlüsse zum Haushalt 2019 (mit der Entlastung des Vorstands) und vor allem zum Haushalt für das Jahr 2021 gefasst. Angesichts der Situation wurde das Handlungsfeld "Werbung" mit deutlich höheren Mitteln ausgestattet als es der ursprüngliche Vorschlag des Vorstands vorsah. Der Haushaltsplan ist auf den Webseiten des BID Marktquartier veröffentlicht.

Gegen Ende der Versammlung stand noch ein wichtiger Beschluss an, der Auswirkungen bis ins Jahr 2026 haben dürfte. Es ging um die Frage, ob das BID Marktquartier in eine vierte Laufzeit gehen soll. Dazu gab es keine zwei Meinungen - und die Versammlung stimmte einstimmig dafür, eine weitere Laufzeit anzustreben.

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