Eine Holzterrasse mit einem Gebäude im Hintergrund.
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800 Quadratmeter hat der Außenbereich des „Knossos“ und bietet einen freien Blick auf die Lahn.

Renovierung fertig

Spektakulärer Neubau des Restaurant „Knossos“ eröffnet - „Mehr geht nicht“

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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1995 wurde das „Knossos“ in Gießen eröffnet, jetzt hat es sich in der Corona-Krise radikal verändert. Die Eröffnungsfeier muss wegen Corona aber noch ein wenig warten.

Gießen – Petros Kamargiannis wirkt entspannt. Wenn es nach dem Gastronom geht, darf der Restaurant-Alltag nun endlich wieder losgehen. Der Grieche, der ohne Zweifel das Gesicht des »Knossos« an der Lahn ist, führt durch das neue Restaurant und qualmt dabei ganz locker eine Zigarre. An den ehemaligen in die Jahre gekommenen Flachbau, in dem Kamargiannis viele Jahre seine Gäste verwöhnt hat, erinnert optisch natürlich gar nichts mehr. Der Neubau ist allein durch die große Glasfront schon spektakulär, zudem modern und einladend eingerichtet. Er wird wohl viele Blicke auf sich und viele Gäste anziehen. Ein Drohnen-Video, das Gießens wohl bekannteste Adresse für Mediterranes und Fisch am 26. Mai auf Facebook gepostet hat, macht das Ausmaß des Neubaus deutlich.

„Knossos“ in Gießen: 800 Quadratmeter Außenbereich

Auch wenn flächenmäßig zu den 800 Quadratmetern Außenbereich nichts hinzugekommen ist, wirkt die neue Terasse mit ausgewogen eingepflanzten Bäumen und Pflanzen um einiges größer. Dazu tragen sicher auch die großen Glasfassaden sowie die freie Sicht auf die Lahn durch das Glasgeländer bei. »Mehr geht doch nicht«, antwortet Kamargiannis auf die Frage, ob er zufrieden mit dem Ergebnis ist.

Seit dem Spatenstich im März des vergangenen Jahres habe der Neubau des Restaurants, das am 18. August 1995 als »Knossos an der Pulvermühle« eröffnet worden ist, ziemlich genau ein Jahr in Anspruch genommen. Der veraltete Flachbau wurde im Eiltempo abgerissen, sodass Kamargiannis und seine Geschäftspartnerin Christiane Roth eigentlich im Frühjahr hätten öffnen können. Doch die Corona-Pandemie hat das Revival verschoben.

„Knossos“ in Gießen will Eröffnungsfeier nachholen

»Zur Wiedereröffnung hätten wir gerne auch Leute eingeladen und offiziell gefeiert«, sagt Kamargiannis. Das werde aber nachgeholt. Und obwohl sie bewusst nicht bekanntgegeben hätten, dass das neue »Knossos« Gäste empfange, sei es an den ersten Tagen schon relativ voll gewesen.

Insgesamt 290 Personen kann sein Team nun im Erdgeschoss bewirten, wo innen und außen zudem verschmelzen können, wenn die Glasfronten fast komplett geöffnet werden, wie Architektin Ute Kramm bereits vergangenes Jahr beschrieb. Hinzu kommen auf der Terrasse an der Seite zur Brücke 30 Lounge-Plätze. Dort könne man aber kein Essen bestellen, sagt Kamargiannis. Für die richtige Lounge-Atmosphäre soll noch eine kleine Außenbar entstehen, auf der freien Wiesenfläche zudem ein kleiner Spielplatz.

Neue Möbel des „Knossos“ kommen von Griechenland nach Gießen

Die neuen Möbel kommen aus Griechenland. Das Interieur ist sehr modern gehalten, großstädtischer Chic, eine große Veränderung allemal, vielleicht zu groß für den einen oder anderen der vielen Stammgäste?

In der per Aufzug erreichbaren »Knossos«-Lounge mit Balkon zur Lahnseite im oberen Stockwerk soll Barbetrieb vorherrschen. Die lange, schwarze Theke passt toll zu den Sitzmöbeln, die mit dezent grünem und blauen Samt bezogen sind. Ausgefallene Lampen, große Vasen und ein Flügel in der Ecke runden das Bild ab. Die Lounge kann auch für private Veranstaltungen gemietet werden. Im Tagesgeschäft werden dort nur Snacks angeboten.

„Knossos“ in Gießen bietet jetzt vier E-Ladestationen

Auch auf dem Parkplatz sind Kamargiannis und Roth am Puls der Zeit. 40 Plätze für Fahrräder neben 74 für Autos, zudem vier E-Ladestationen für Pkw und sechs für E-Bikes. Dass Inhaberin Roth aus einem Energie-Betrieb kommt, macht sich bemerkbar. Vor den Augen der Gießener ist an der Lahn in der Corona-Krise ein Hingucker entstanden, der das Quartier am Schlachthof noch mal aufwerten wird.

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