Mehr als Betreuung

Mitten im neu bebauten Schlachthofviertel entstand viel Fläche für Spiel und Spaß. Dort feierte am Samstagnachmittag die Kita des Deutschen Roten Kreuz (DRK) offiziell Eröffnung. Der Kreisverband Marburg-Gießen betritt mit seiner ersten Kita Neuland. Man setze laut Präsident Klaus Döring auf die langjährige Erfahrung mit Betreuungseinrichtungen und ein neu entwickeltes pädagogisches Konzept.

Von LWG

Mitten im neu bebauten Schlachthofviertel entstand viel Fläche für Spiel und Spaß. Dort feierte am Samstagnachmittag die Kita des Deutschen Roten Kreuz (DRK) offiziell Eröffnung. Der Kreisverband Marburg-Gießen betritt mit seiner ersten Kita Neuland. Man setze laut Präsident Klaus Döring auf die langjährige Erfahrung mit Betreuungseinrichtungen und ein neu entwickeltes pädagogisches Konzept.

Bereits im Februar sind die ersten Kinder und das bald neunköpfige Team unter der Leitung von Birgit Plenz in die Gottfried-Arnold-Straße 12 eingezogen. Die Räume verfolgen jeweils thematische Schwerpunkte und sind barrierefrei angelegt. Kindern soll hier ein Umfeld geschaffen werden, in dem sie sich nach ihren eigenen Bedürfnissen frei entfalten können. Im Rollenspielbereich, im Kreativraum sowie dem Bauzimmer kann jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Der umfangreich ausgestattete Bewegungsraum lädt dazu, ein sich an allerhand Geräten auszutoben. Er ist außerdem flexibel auch für beispielsweise Logo- oder Ergotherapie nutzbar. Auch der große Außenbereich soll in Kürze fertig gestaltet sein. Darüber hinaus hat man in die Kita ein Familienzentrum integriert, das als Treffpunkt für Eltern dienen soll.

Christian Betz, Vorstand des Kreisverbandes, hob auch die Standortvorteile durch die gute Verkehrsanbindung und die fußläufig schnell erreichbare Innenstadt hervor. Er freute sich neben Landesverbandspräsident Norbert Södler auf dieses für den Kreisverband "neue Kapitel des DRK" als bewährter Partner. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand auch die Vorstellung des pädagogischen Konzepts. Dieses basiert laut Kita-Leiterin Birgit Plenz und ihrer Stellvertreterin Luisa Walb auf der aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungsforschung und legt Wert auf offene Gruppen, die je nach Bedarf gemischt werden können. Auch Landrätin Anita Schneider machte auf die besondere Rolle von frühkindlicher Bildung mit Spiel aufmerksam. Sie fügt hinzu, dass die Kita von heute "mehr als Betreuung" sei.

Die DRK-Kita bietet 60 Plätze, von denen zehn für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen. Während der Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr kann die Betreuungszeit auch individuell vermerkt werden. Trotz dessen gibt Stadträtin und Sozialdezernentin Gerda Weigel-Greilich zu, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen weiterhin hoch sei. Umso mehr freue sich die Stadt, mit dem DRK einen weiteren freien Träger für die Kinderbetreuung gefunden zu haben. In Staufenberg-Daubringen entsteht derzeit eine weitere Kita unter der Trägerschaft des Kreisverbandes, sie soll im kommenden Jahr eröffnet werden.

Noch hat die "DRK-Kita in der Gottfried-Arnold-Straße" keinen offiziellen Namen. Dieser soll im Sommer in Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und der Nachbarschaft im Schlachthofviertel ermittelt werden.

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