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In der Friedrichstraße entsteht aktuell ein Wohnheim für Studierende.

Wohnungsmarkt

Zu wenig Wohnheimplätze in Gießen: Mehr als 1000 Studenten müssen warten

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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Mehr als 1000 Studierende stehen zum Wintersemester in Gießen auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz. Das Studentenwerk hofft auf Unterstützung aus der Politik für Neubauten.

Gießen – Mit dem Start ins Wintersemester 2021/22 studieren in Gießen nun insgesamt 39 600 Menschen, davon 28 500 an der Justus-Liebig-Universität und 11 100 an der Technischen Hochschule Mittelhessen (18 669 mit den Standorten Friedberg und Wetzlar).

Wohnungsnot in Gießen: Über 1000 Studenten auf der Warteliste

Derzeit stehen mehr als 1000 Bewerberinnen und Bewerber auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz am Standort Gießen, informiert Eva Mohr auf Anfrage. Die Sprecherin des Studentenwerks führt aus: »Unser Ziel ist, mindestens zehn Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz zur Verfügung stellen zu können. Aktuell haben wir rund 2650 Wohnheimplätze in Gießen - da ist also noch Luft nach oben. Hier brauchen wir dringend Unterstützung von Seiten der Politik.«

Mehr als 1300 Plätze fehlen demnach hier, um diese zehn Prozent zu erreichen. Mit den derzeit noch im Bau befindlichen kommt man da nicht heran: 23 Plätze entstehen in der Friedrichstraße und 351 voraussichtlich bis zum Wintersemester 23/24 in einem modernen Wohnheim in der Bernhard-Itzel-Straße.

Zu wenige Wohnheimplätze nicht nur in Gießen – deutschlandweites Problem

Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum stellt sich in vielen deutschen Hochschulstädten ähnlich dar. Das Deutsche Studentenwerk (DWS) warnte jüngst, dass zum Wintersemester bundesweit Zehntausende günstige Wohnungen und/oder WG-Zimmer fehlen. Wie der »Spiegel« berichtet, stünden beispielsweise in München 15 000 Studierende auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz, in Frankfurt 3000, in Berlin 4000 und in Heidelberg 2300.

»Bund und Länder haben viele zusätzliche Studienplätze geschaffen, aber leider zu wenig Wohnheimplätze. Das rächt sich nun«, sagte DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl dem Magazin. (bei)

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