+
1 000 Stück davon will die Modeschule nähen. FOTO: PM

Masken für das Uniklinikum

  • schließen

Gießen(mac/seg). In der Nähwerkstatt der Willy-Brandt-Schule in der Carl-Franz-Straße rattern die Nähmaschinen ohne Ende. Lehrer, Schüler, Eltern, Freunde und Verwandte stellen dort in ausreichendem Abstand zueinander und in einer freiwilligen Aktion gerade Hunderte Behelfs-Mund-Nase-Schutz-Masken für das Universitätsklinikum (UKGM) her. "Wir sind derzeit zwar mit allen Schutzmaterialien ausgerüstet und erwarten weitere Lieferungen, aber wir wollen auch in Zukunft bestmöglich gerüstet sein", sagt UKGM-Sprecher Frank Steibli. Neben der WBS konnte das Klinikum auch das Stadttheater als Kooperationspartner gewinnen. Auch dort wird der Behelfs-schutz derzeit hergestellt. Mit der Herstellung dieses Schutzes, der im Klinikalltag bei allen Tätigkeiten getragen werden kann, nicht jedoch bei aseptischen Tätigkeiten wie dem Verbandswechsel oder der Wundpflege, will das Klinikum vorbereitet sein, falls neue Anforderungen in Kraft gesetzt und Schutzmasken verpflichtend getragen werden müssen.

Wie hoch der tatsächliche Bedarf an unterschiedlichen Masken in den nächsten Tagen oder Wochen sein werde, hänge von der Anzahl der Patienten und der Schwere ihrer Erkrankung ab. Die Klinik unterscheide drei Arten von Masken, die in unterschiedlichen Einsatzbereichen benutzt werden, sagt Steibli. Beim Umgang mit Covid-19-Patienten seien weder selbstgenähter noch einfacher medizinischer Mund-Nase-Schutz erlaubt, sondern nur Masken mit besseren Schutzfunktionen. Wann der industriell hergestellte medizinische Mund-Nase-Schutz anzulegen sei, dazu mache der Hygieneplan konkrete Vorgaben für einzelne Arbeitsbereiche und Stationen. "Für die Unterstützung der Schulgemeinde und des Stadttheaters sind wir dankbar", sagt Steibli. "Wir nehmen so viele wie möglich." Um die Qualität sicherzustellen, habe man eine Anleitung und den zu verwendenden speziellen Baumwollstoff geliefert. Für die Schule ist die Aufgabe ein reales Beispiel einer Serienproduktion. Derzeit können die Helfer 160 Masken pro Tag herstellen. 1000 seien zunächst das Ziel. Dazu nähen Schüler, Lehrer und Freunde gerade wie am Fließband.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare