Marie und Kurt Gröger seit 60 Jahren verheiratet

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Ein Plattfuß war schuld daran, dass sie sich kennen und lieben gelernt haben. Seit Mitte der 1950er Jahre arbeiteten Kurt und Marie Gröger geb. Brix beim Keramikhersteller Gail. Weil ihr Fahrrad einen platten Reifen hatte, nahm er sie kurzerhand auf seinem Drahtesel mit. Sie revanchierte sich mit einer Einladung ins Kino . . . Am Mittwoch feierten die beiden in ihrem Haus im Gießener Osten diamantene Hochzeit. Der 85-Jährige und seine Frau (88) stammen aus dem Sudetenland, er aus Römerstadt, sie aus Deutsch Eisenberg. Beide wurden 1946 vertrieben. Die Familie der Jubilarin kam nach Großen-Linden. Nach Anstellungen im Haushalt und der Schuhfabrik landete sie 1955 in der Glasurabteilung von Gail. Auch Kurt Gröger fing 1955 zunächst als Bauhilfsarbeiter dort an, nachdem er zuvor im Heuchelheimer Sägewerk Abendstern gearbeitet hatte. Bis zur Rente 1992 stieg der Mann, der den Turngau Mittelhessen über 60 Jahre lang geprägt hat, vom Vorarbeiter und Werkmeister bei Gail auf bis zum Angestelltenvertreter im Aufsichtsrat des Unternehmens.

Ein Plattfuß war schuld daran, dass sie sich kennen und lieben gelernt haben. Seit Mitte der 1950er Jahre arbeiteten Kurt und Marie Gröger geb. Brix beim Keramikhersteller Gail. Weil ihr Fahrrad einen platten Reifen hatte, nahm er sie kurzerhand auf seinem Drahtesel mit. Sie revanchierte sich mit einer Einladung ins Kino . . . Am Mittwoch feierten die beiden in ihrem Haus im Gießener Osten diamantene Hochzeit. Der 85-Jährige und seine Frau (88) stammen aus dem Sudetenland, er aus Römerstadt, sie aus Deutsch Eisenberg. Beide wurden 1946 vertrieben. Die Familie der Jubilarin kam nach Großen-Linden. Nach Anstellungen im Haushalt und der Schuhfabrik landete sie 1955 in der Glasurabteilung von Gail. Auch Kurt Gröger fing 1955 zunächst als Bauhilfsarbeiter dort an, nachdem er zuvor im Heuchelheimer Sägewerk Abendstern gearbeitet hatte. Bis zur Rente 1992 stieg der Mann, der den Turngau Mittelhessen über 60 Jahre lang geprägt hat, vom Vorarbeiter und Werkmeister bei Gail auf bis zum Angestelltenvertreter im Aufsichtsrat des Unternehmens.

Kurt Gröger war nach dem Krieg nach Trais-Horloff gekommen, wo seine sportliche Laufbahn als Turnwart begonnen hatte. Er war unter anderem Abteilungsleiter und Übungsleiter im MTV 1846 Gießen, Trainer beim Hessischen Turnverband, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer im Turngau Mittelhessen. Für seine Verdienste wurden ihm die Ehrenmitgliedschaft beim MTV 1846 und im Turngau Mittelhessen, die silberne Ehrennadel der Stadt und der Landesehrenbrief verliehen. Unterstützt werden Kurt und Marie Gröger, die sich 54 Jahre lang ihrem Schrebergarten an der Ringallee gewidmet hat, von Sohn Harald und Schwiegertochter Elke. Im Namen des Magistrats gratulierte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. (Foto: pd)

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