Wohnbau-Chefin Dorothee Haberland, Bewohner Erwin Pitz, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sowie Stefanie Paul von der Projektgruppe vor dem Neubau. FOTO: CHH
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Wohnbau-Chefin Dorothee Haberland, Bewohner Erwin Pitz, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sowie Stefanie Paul von der Projektgruppe vor dem Neubau. FOTO: CHH

Margaretenhütte im Wandel

  • Christoph Hoffmann
    vonChristoph Hoffmann
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Gießen(chh). Einst war die Margaretenhütte ein Armenviertel, ein sozialer Brennpunkt am Rande der Stadt. Die Zeiten, in denen die Menschen teils in Eisenbahnwaggons gehaust haben, sind aber längst vorbei. Bester Beleg für den Wandel ist der Neubau in der Henriette-Fürth-Straße 28. Am Mittwoch haben Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Wohnbau-Chefin Dorothee Haberland sowie Bewohner des Viertels die offizielle Schlüsselübergabe gefeiert haben.

"Ich freue mich sehr über die 18 geschaffenen Wohnungen", sagte Grabe-Bolz und fügte an, dass vor allem die Barrierefreiheit ein wichtiges Element sei. Schließlich würden viele Bewohner schon lange im Viertel wohnen und seien mit zunehmendem Alter auf einen leichten Zugang angewiesen. Die Oberbürgermeisterin blickte auch auf die Geschichte des einstigen Problemviertels zurück und erinnerte an die vielen Hürden bei den Planungen für die Umstrukturierung. Allein für die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über den Abriss der alten Pumpstation sei ein sehr langer Atem nötig gewesen. Umso bedeutsamer sei der Neubau, in dem alteingesessene Menschen von der Hütte mit neuen Nachbarn zusammenwohnen. "Früher war ein menschenwürdiges Leben hier nicht möglich. Heute leben in der Siedlung eine ganze Menge Leute, die sich wohlfühlen."

Als Neu-Gießenerin kennt Dorothee Haberland die alten Zustände der "Hütte" nicht. Durch Gespräche mit der Projektgruppe hat sie aber von der Geschichte erfahren. Umso erfreulicher sei es, dass nun nicht nur der Neubau bezogen sei, sondern auch die Sanierung der nebenan gelegenen Hausnummern 20 und 20 a begonnen habe. Die Kosten des Neubaus bezifferte Haberland mit 3,6 Millionen Euro.

Dazu gehört auch die Errichtung von modernen Müllplätzen. Das freut besonders den langjährigen Bewohner Erwin Pitz. Früher seien die Container selten gelehrt worden. Aus Protest hätten die Bewohner einmal sogar ihren Müll auf dem Seltersweg abgeladen. "Wenn jetzt noch der Bolzplatz auf allen Seiten umzäunt wird, bin ich sehr zufrieden."

Stefanie Paul von der Projektgruppe betonte, dass die Margaretenhütte schon lange ein schöner und gut gelegener Stadtteil sei. Der Neubau habe das noch einmal verstärkt, sagte Paul und betonte: "Hier lässt es sich toll leben."

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