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Malu Dreyer spricht mit Angehörigen des Technischen Hilfswerks Gießen.

Nach Flutkatastrophe

Malu Dreyer bedankt sich bei Gießener Helfern

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, gleichzeitig SPD-Präsidiumsmitglied, trifft im Henriette-Fürth-Haus auf Ehrenamtliche, die nach der Flutkatastrophe im Einsatz waren.

Gießen (son). Viele Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, Technischen Hilfswerks und Johanniter Unfallhilfe waren im Katastrophengebiet Ahrtal in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Auch aus Gießen und Umgebung eilten die Kräfte zu Hilfe. Um ihnen persönlich zu danken, kam die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf Einladung des SPD-Unterbezirks Gießen in die Universitätsstadt.

Auf dem Hof des Henriette-Fürth-Hauses fand Dreyer am Samstagabend persönliche Worte des Dankes. »Das Hochwasser im Ahrtal hat unsere bisherigen Vorstellungen von einer Naturkatastrophe gesprengt«, sagte Dreyer. Dieses unfassbare Leid, diese Zerstörung seien unvorstellbar. Und es erschüttere einen immer noch, auch wenn man bereits sehen könne, was alles schon geleistet worden sei.

»Dass wir so weit gekommen sind, hat auch mit Ihnen zu tun«, sagte Dreyer zu den anwesenden Hilfskräften. Rettungsdienste aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern seien zu Hilfe geeilt. Auch die Helfer aus Gießen und Mittelhessen hätten ihre ganze Kraft und Kompetenz in die Rettungsarbeit im Ahrtal eingebracht. »Es ist uns bewusst, dass Sie für die Menschen im Ahrtal auch Ihr eigenes Leben riskiert haben. Man kann Ihnen nicht genug Danke sagen und das auch nicht oft genug tun«, so die Ministerpräsidentin. Dreyer dankte auch dem Bezirksverband Gießen und insbesondere Landrätin Anita Schneider, die diese Begegnung möglich gemacht habe.

Bezugnehmend auf den sogenannten Schmetterlingseffekt, der beschreibt ,wie eine kleine Sache letztlich etwas Großes bewirken könne, sagte Dreyer: »Sie alle waren wichtige Flügelschläge für uns in dieser Zeit - ohne Sie ist keine solidarische Gesellschaft möglich.«

Belastender Rettungseinsatz

Anschließend nahm sich Dreyer im Beisein von Landrätin Anita Schneider und OB-Kandidat Frank-Tilo Becher Zeit für den persönlichen Austausch mit den Rettungskräften, die gerne die persönliche Wertschätzung und Anerkennung entgegennahmen. Denn nicht nur fachlich, sondern gerade emotional fordernd haben viele den Einsatz erlebt, wie in den Gesprächen deutlich wurde.

Als Malu Dreyer in einer Runde mit Ortskräften des Gießener Technischen Hilfswerkes fragte, ob der Einsatz auch Zweifel an dieser Arbeit geweckt habe, bei der man so oft an die Grenzen seiner körperlichen und seelischen Belastbarkeit gehe, schüttelten alle Frauen und Männer energisch den Kopf. »Niemals«, sagte Zugführer Jan Ribka vom THW Ortverband Gießen. »Wir machen weiter, jetzt erst recht.«

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