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Vor der Kreuzung Schubertstraße soll es in der Frankfurter Straße stadteinwärts bald auch einen Radfahrstreifen geben. FOTO: MÖ

Radverkehr

CDU lobt, aber Grüne legen nach

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Gießen(mö). Ein Schutzstreifen an der Frankfurter Straße stadteinwärts, die ersten drei Fahrradstraßen rund um die Goethestraße: In Gießen werden in nächster Zeit zwei lange geforderte und angekündigte Maßnahmen für den Radverkehr endlich umgesetzt.

Der Lückenschluss in der Frankfurter Straße im Abschnitt zwischen Schubert- und Robert-Sommer-Straße wird von der CDU-Fraktion im Stadtparlament in einer Mitteilung begrüßt. "Diese Maßnahme ist auch Bestandteil der Vorgabe der SPD/CDU/Grünen-Koalition, das Radwegenetz sukzessive dort zu erweitern, wo der Bedarf am größten ist und zugleich die Beibehaltung des Verkehrsflusses gewährleistet bleibt", erklärt Partei- und Fraktionschef Klaus Peter Möller.

In der Frankfurter Straße habe sich gezeigt, dass die Ausweisung des Radfahrstreifens stadtauswärts den Verkehrsfluss nicht gehemmt habe, daher könne eine solche Maßnahme jetzt auch auf der anderen Seite umgesetzt werden.

In diesem Zusammenhang lobt Möller die "unaufgeregte Vorgehensweise", mit der CDU-Bürgermeister Peter Neidel die Vereinbarungen der Koalition umsetze. Insofern sei es "absurd und ein politisch leicht durchschaubares Spiel", wenn der CDU unterstellt werde, sie präferiere nur das Auto. Die Union stehe für eine ausgewogene Verkehrspolitik und sei der Überzeugung, dass an der einen oder anderen Stelle einzelne Verkehrsträger stärker als in der Vergangenheit gefördert werden müssten, um damit zu einer Verkehrswende beizutragen.

Derweil haben die Grünen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vorgeschlagen, dem Beispiel anderer Städte zu folgen, wo innerstädtische Autofahrspuren für den Radverkehr zu Beginn des Lockdowns, als der Autoverkehr ausgedünnt war, freigesperrt wurden. "Wir fänden es gut, wenn der Magistrat wie in anderen Städten auch den Anlagenring versuchsweise für Pop-Up-Bike-Lanes nutzt, um einen weiteren Schub für den Radverkehr zu geben", wünscht sich Sophie Müller, Mitglied im Stadtvorstand der Grünen.

Verkehrsdezernent Neidel hat die Pop-Up-Lanes schon mehrfach abgelehnt, zuletzt in der Pressekonferenz zum Start des Stadtradelns vor einigen Tagen. "Wir halten nichts von solchen Schnellschüssen und planen Lösungen, die dann auch Bestand haben", sagte Neidel.

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