Der Baubeginn an der Kongresshalle steht bevor. Der Kiosk hat heute letztmals geöffnet.
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Der Baubeginn an der Kongresshalle steht bevor. Der Kiosk hat heute letztmals geöffnet.

Abriss naht

Gießen: Letzter Tag für Kongresshallen-Kiosk - Doch ist eine Lösung in Sicht?

  • Burkhard Möller
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Nach über 50 Jahren hat das letzte Stündlein für den Kiosk an der Kongresshalle in Gießen geschlagen. Am heutigen Freitag hat er zum letzten Mal geöffnet,

Gießen (mö). Wer in diesen Tagen am Berliner Platz und am Ludwigsplatz unterwegs ist, sieht nur noch Gelb-Rot. Bis hinein in die Grünberger Straße stehen Absperrungen. Während die am Ludwigsplatz in der nächsten Woche wieder verschwinden sollen, wird die Südseite des Berliner Platzes lange eine Baustelle bleiben.

Mit der Errichtung der dortigen Absperrungen hat nach über 50 Jahren auch das letzte Stündlein für den Kiosk an der Kongresshalle geschlagen. Am heutigen Freitag hat er zum letzten Mal geöffnet, bestätigte Betreiberin Fehime Senkal. Wie sie sagte, gibt es Überlegungen bei der Stadthallen GmbH, ihr einen Verkaufscontainer vor den Seiteneingang der Kongresshalle Richtung Südanlage zu stellen. »Ich weiß aber nicht, wann das passieren soll«, fügte Senkal hinzu. Sie hofft immer noch auf eine dauerhafte Lösung, am liebsten auf der anderen Platzseite im Bereich des Zugangs zur Rathaus-Tiefgarage hinter der Bushaltestelle. Für ihren Wunsch, am Berliner Platz weitermachen zu dürfen, hatte sie viel Unterstütung aus der Bevölkerung erfahren und rund 4000 Unterschriften gesammelt.

Auf einen Teil ihrer Buskundschaft musste die Kiosk-Betreiberin bereits seit Wochenbeginn verzichten, da die Haltestelle in die Ostanlage verlegt wurde. Der Umbau der Haltestelle an der Kongresshalle ist ein Teil des Doppelprojekts. Der größere betrifft den ersten Bauabschnitt der Kongresshallen-Modernisierung. Die Nordfront wird umgestaltet. Der seitliche Gastronomievorbau neben der Wieseck wird dabei ebenso verschwinden wie der bisherige Andienungsbereich mit dem angegliederten Kiosk. Und auch die Tage der Fußgängerunterführung sind gezählt: Sie wird im Zug der Arbeiten verfüllt.

Für die Verkehrsführung auf der Südseite des Berliner Platzes hat die Baustelle vorerst keine Folgen. Radfahrer, die aus der Neuen Bäue bzw. der Ostanlage Richtung Ludwigsplatz fahren, verfügen weiterhin über einen Schutzstreifen.

Nichts mit Bauarbeiten haben die Sperrungen von Fahrstreifen am Ludwigsplatz zu tun. Die Steuerung der dortigen Ampel am Fußgängerüberweg war irreparabel beschädigt und muss ersetzt werden. Da die Ersatzbeschaffung länger dauert, wurde am Donnerstag eine Behelfsampel aufgestellt. Um die Fußgänger zu schützen, waren laut Stadt bereits vorher zwei Fahrspuren weggenommen, die erlaubte Geschwindigkeit auf 30 reduziert und Querungsinseln errichtet worden.

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