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Leserwünsche: Stadtpark braucht Zuwendung

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© Oliver Schepp

Über 150 Leser der Gießener Allgemeinen Zeitung haben im Zuge der traditionellen Umfrage zu den bedeutungsvoll erscheinenden Gießener Geschehnissen im abgelaufenen Jahr die Chance genutzt, ihre Wünsche für 2015 zum Geschehen in ihrer Heimatstadt kundzutun.

Dabei bestätigte sich, dass die Landesgartenschau weiterhin viele Bürger beschäftigt. Am weitaus häufigsten wurde der Wunsch geäußert, dass die Wieseckaue um die beiden Teiche weiterhin intensiv gepflegt wird und von Zerstörungen verschont bleibt. Nur an der Frage, ob der aufgepeppte Stadtpark nur ein attraktives Naherholungsgebiet sein oder ob er gelegentlich als Veranstaltungsstätte genutzt werden soll, scheiden sich die Geister.

Fast genauso häufig genannt haben Mitspieler die Erwartung, dass im kommenden Sommer wieder ein Bistro in idyllischer Lage am Rande des Neuen Teichs aufgebaut wird. Das hat ja der Magistrat auch zugesagt; momentan wird nach einem neuen Betreiber gesucht.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist der Andrang von Flüchtlingen auf die Aufnahmeeinrichtungen am Meisenbornweg und im früheren US-Depot. »Sie sollen gut aufgenommen und versorgt werden«, lautet der Tenor. Dazu die Hoffnung, dass sich genügend ehrenamtliche Helfer finden. »Gemeinsame Sport- und Musikprojekte« schlägt eine Gießenerin vor.

Den Bürgern am Herzen liegt offenbar auch die Sorge um den wohl wichtigsten Einzelhändler Gießens: Einige Mitspieler äußern die Hoffnung, dass Karstadt der allgemeinen Entwicklung trotzen kann und dem Seltersweg erhalten bleibt.

Auch die am 14. Juni anstehende Neuwahl des Stadtoberhauptes beschäftigt die Bevölkerung. Das Meinungsbild ist natürlich nicht einheitlich. Einige wünschen sich eine neue Oberbürgermeisterin, andere plädieren für eine Wiederwahl der Amtsinhaberin. Und Dritte äußern sich sibyllinisch: »Wahl einer tatkräftigen Oberbürgermeisterin« oder »Wahl einer Oberbürgermeisterin, die für Toleranz und Gemeinwohl steht«, heißt es da.

»Aufstieg der 46ers«, also eine Rückkehr der Gießener Basketballprofis in die erste Bundesliga, lautete ein Wunsch sportlich interessierter GAZ-Leser, der auf mehreren Stimmzetteln zu lesen ist.

Wiederholt vorgetragen wird auch die Hoffnung auf eine Rückkehr der Eisbahn auf den Kirchenplatz im kommenden Dezember. Wobei das ja inzwischen von der Stadt verbindlich zugesagt wurde.

Auch in diesem Jahr wieder angesprochen werden einige Dauerbrenner, unter denen Schlammbeiser leiden. Gemeint sind die Wünsche nach einer Neugestaltung des Schandflecks Reichensand, einer neuen Nutzung für die Alte Post, der Restaurierung der Treppe zum Bahnhofsvorplatz, einer Auflösung der Trinkerszene am Marktplatz und nach mehr Sauberkeit im Stadtbild.

Dauerbrenner Verkehrspolitik

Wie alljährlich das Hauptthema ist mittelbare Kritik an Verkehrsführungen im Stadtgebiet. Hier einige der Wünsche: Rücknahme von Tempo 30 für Ringallee und Eichgärtenallee, Ausstiegsstelle für Autofahrer auf dem Bahnhofsvorplatz, Parkerlaubnis für breite Gehwege in Wieseck, Ampelschaltungen besser abstimmen, Tempo 30 für die gesamte Innenstadt, Fußgängerampel vor der Sophie-Scholl-Schule, Freigabe der Fußgängerzone für Radler, weniger Radler im Seltersweg.

Aber auch für ganz andere Bereiche des Stadtgeschehens gibt es etliche interessante Einzelwünsche. Kleine Auswahl: bessere Organisation des Kartenvorverkaufs beim Krimifestival / (Rad-)Tageswandertouren für Familien / Ü45-Tanzabende im Ulenspiegel / mehr Polizeieinsätze gegen Wohnungseinbrüche / rücksichtsvollere Stadtbusfahrer / mehr nette Gastronomie in der Innenstadt / Erhalt des Stadttheaters trotz Sparzwängen von Stadt und Kreis / mehr schöne Kunstwerke von 3steps / ein Open-Air-Festival im Waldstadion / Kirchenplatz so lassen und nicht bebauen / Kirchenplatz schöner gestalten als den Marktplatz / Senkung der Parkgebühren / ein schönerer Weihnachtsmarkt. (ta)

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