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Auch die Leihrad-Nutzung in Gießen erlebt eine Corona-Delle. ARCHIVFOTO: SCHEPP

Leihräder deutlich seltener genutzt

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Gießen(kw). Dass die meisten Studierenden der Gießener Hochschulen im Corona-Sommersemester von zu Hause aus lernen, macht sich auch bei den Leihrädern bemerkbar. Die Nutzungszahlen seien im April im Vergleich zum Vorjahr um "ein ganzes Stück zurückgegangen", erklärt Mareike Rauchhaus, Sprecherin des Unternehmens Nextbike, auf GAZ-Anfrage. "Der März war noch auf Vorjahresniveau." Mitte April beginnt die Vorlesungszeit, in diesem Jahr startete sie später und rein digital.

Studierende und Bedienstete von Universität und THM machen den Löwenanteil der Nutzer aus. Für Studierende sind die ersten 60 Minuten jeder Fahrt gebührenfrei, die Kosten sind im Semesterbeitrag enthalten. Knapp 400 Räder im JLU-Blau, THM-Grün und Stadt-Rot stehen an 17 Stationen. Seit der Einrichtung des Services vor zwei Jahren gingen die Zahlen bisher stets nach oben auf 125 000 Fahrten im Jahr 2019.

Auf die Hygiene lege Nextbike ohnehin Wert, betont Rauchhaus. "Unsere Serviceteams checken regelmäßig alle Mietfahrräder auf Funktionstüchtigkeit. Dabei wird jetzt natürlich besonderes Augenmerk auf die Reinigung/Desinfektion berührungsintensiver Oberflächen wie Lenkergriffe und Sattelspanner gelegt. Das gehört aber zur Routine und ist ein überschaubarer Mehraufwand."

Generell werde die Übertragungsmöglichkeit des Coronavirus über Oberflächen als relativ gering eingeschätzt. Natürlich sollten alle Nextbike-Nutzenden die regulären Hygieneempfehlungen zum Händewaschen sowie zum richtigen Husten und Niesen berücksichtigen. "Hier geben wir regelmäßig entsprechende Hinweise über unsere Community-Kanäle."

Inwiefern sich der Rückgang finanziell niederschlägt, "können wir jetzt noch nicht einschätzen", so Rauchhaus.

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