Der Bereich vor dem Botanischen Garten soll als grüner Platz gestaltet werden. Die Parkplätze fallen weg. FOTO: SCHEPP
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Der Bereich vor dem Botanischen Garten soll als grüner Platz gestaltet werden. Die Parkplätze fallen weg. FOTO: SCHEPP

Langer Anlauf zum Platzumbau

  • Burkhard Möller
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Gießen(mö). Das Vorhaben der Stadt, am innerstädtischen Anlagenring mehr Grünflächen und attraktive Plätze zu schaffen, ist ein Langzeitprojekt. Noch das ganze Jahrzehnt über wird der "Grüne Anlagenring" die Bau- und Planungsverwaltung beschäftigen. Zwei der fast 30 Einzelprojekte hat die Stadt nun auf den Weg gebracht und ausgeschrieben.

Es geht um die Schaffung von attraktiven Bereichen vor dem Eingang zum Botanischen Garten am Kanzleiberg und den Platz vor dem früheren Finanzamt in der Goethestraße. Allerdings wird es mit der Umsetzung noch länger dauern. In den nächsten zwei Jahren sollen Landschafts- und Verkehrsplaner Konzepte für die beiden Plätze entwickeln, gebaut werden soll dann in den Jahren 2023 und 2024.

In der Ausschreibung werden die aktuellen Defizite der beiden Bereiche benannt.

So werde die derzeitige Eingangssituation am Botanischen Garten "sowohl der geschichtlichen Bedeutung aber auch der stadtfunktionalen Bedeutung nicht gerecht". Der Eingang aus den Richtungen Kanzleiberg und Sonnenstraße werde nur von Ortskundigen gefunden, es fehle die öffentliche Wahrnehmung, zumal in der Innenstadt auch Hinweisschilder fehlten.

Mit der Neugestaltung des Kanzleiberges einschließlich Sonnenstraße soll der Zugang zum Botanischen Garten "sichtbar" und die Fläche davor umgebaut und mit einer attraktiven Bepflanzung aufgewertet werden. Die Handvoll Parkplätze vor dem Eingang fallen weg. Profitieren von der Umgestaltung könnte auch das benachbarte Gießkannenmuseum.

"Attraktivierung des Platzbereiches mit Anlage von Grüninseln und Schaffung einer möglichst barrierefreien Platzquerung zur Verbesserung der Grünvernetzung und Reduzierung des Pkw-Verkehrs bei Förderung des Radverkehrs", lauten die Ziele für das Projekt vor dem früheren Finanzamt, dem heutigen Edwin-Stein-Haus der Justus-Liebig-Universität an der Ecke Goethestraße, Stephanstraße, Lessingstraße. Die kürzlich eingerichtete Fahrradstraße Goethestraße sei beizubehalten und bei der Planung zu berücksichtigen. Auch hier werden wohl einige Parkplätze wegfallen müssen, auch wenn davon in der Ausschreibung nicht mehr dezidiert die Rede ist.

Die Stadt hatte im vergangenen August im Rahmen einer Bürgerbeteiligung dazu aufgerufen, Vorschläge für die Umgestaltung der beiden Plätze zu machen. Was dabei herausgekommen ist und ob Ideen als Vorgaben in die beiden Ausschreibungen übernommen wurden, geht aus den beiden Veröffentlichungen nicht hervor.

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