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Gießens Bürgermeister Neidel (4.v.r.) und Kleinlindens Ortsvorsteher Greilich (3.v.l.) geben die Lahnstraße frei.

Verkehr in Gießen

Lahnstraße in Gießen wieder frei befahrbar – Nächste Sperrung bereits geplant

Nach sieben Monaten Vollsperrung ist die Lahnstraße in Gießen ab dem heutigen Donnerstag wieder frei befahrbar. Doch 2023 folgt wieder ein Jahr Sperrung.

Gießen – Nach fast sieben Monaten Vollsperrung wegen einer komplizierten Baustelle wird die Lahnstraße an den beiden Bahnunterführungen bei Kleinlinden am heutigen Donnerstag (27.05.2021) um die Mittagszeit wieder freigegeben. Dann kann dort der Auto- und Lastverkehr zumindest bis zum Jahr 2023 wieder relativ ungehindert rollen. Danach folgt die nächste Bauphase mit Vollsperrung, die mindestens ein weiteres Jahr dauern soll. Geschätzt rund 2000 Fahrzeuge nutzen die Lahnstraße zwischen Kleinlinden und Gießen pro Tag.

Mit dem Durchschneiden eines Flatterbandes gaben Bürgermeister Peter Neidel, Kleinlindens Ortsvorsteher Klaus Dieter Greilich, Tiefbauamtsleiter Peter Ravizza sowie mehrere Mitarbeiter der am Bau beteiligten Unternehmen und Planungsbüros die Straße bereits am Mittwoch wieder symbolisch frei.

Gießen muss 2023 mit nächster großer Baustelle rechnen

»Wir sind jetzt einen guten Schritt weiter mit dieser wichtigen Baumaßnahme für die Stadt«, sagte Neidel. Grund der mehrmonatigen Vollsperrung war, dass die Straße unter der vorderen von zwei Eisenbahnbrücken knapp einen halben Meter tiefergelegt wurde, um die Durchfahrtshöhe auf 4,50 Meter anzuheben. Da sich unter der Fahrbahn wichtige Gas- Wasser- und Telefonleitungen sowie Abwasserschächte befinden, mussten auch diese Leitungen und Schächte tiefergelegt werden, was die lange Dauer der Baustelle begründete. »Wir haben Leitungen unter der Straße gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass sie da waren«, sagte Tiefbauamtsleiter Ravizza. Zusätzlich wurden auch für Radfahrer Verbesserungen umgesetzt, etwa ein Schutzstreifen und Bordsteinabsenkungen.

Die vordere Eisenbahnbrücke, die von Personen- und Güterzügen genutzt wird, war vor rund zwei Jahren erneuert und von etwa sechs auf elf Meter verbreitert worden. Die dahinter liegende Eisenbahnbrücke, die ausschließlich vom Güterverkehr überquert wird, soll nun ab dem Jahr 2023 ebenfalls neu gebaut und verbreitert werden. Geschätzte Bauzeit: Mindestens ein Jahr. Die noch vorhandene Ampel vor dieser Unterführung wird anschließend wegfallen. Das bisherige schmale Nadelöhr, das aktuell stets nur in einer Fahrtrichtung unterquert werden darf, kann dann in beiden Richtungen gleichzeitig befahren werden

Stadt Gießen hat Fernbusbahnhof im Hinterkopf

Kleinlindens Ortsvorsteher Greilich äußerte den Wunsch, dass nach der nun erfolgten Freigabe der Lahnstraße der Schwerlastverkehr und Busse direkt auf den Gießener Ring geleitet werden, und nicht durch Kleinlinden hindurch bei Großen-Linden auf die Autobahn auffahren. Neidel versprach, dies durch eine entsprechende Beschilderung so zu organisieren.

Verantwortliche des Planungsbüros Zick-Hessler sowie des bauausführenden Unternehmens Eurovia dankten der Stadt für die gute Zusammenarbeit auf der komplizierten Baustelle. Die neue Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter wurde auch im Hinblick darauf geschaffen, dass an der Rückseite des Bahnhofes in der Lahnstraße möglicherweise ein Fernbusbahnhof eingerichtet werden soll, Dazu gebe es bislang aber noch keinen neuen Sachstand, sagte Neidel. (jri)

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