Kurzarbeit am Stadttheater

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Gießen(pm). Auf dringendes Anraten der Gesellschafterinnen, Stadt und Landkreis Gießen, sowie in Absprache mit dem Land Hessen hat die Stadttheater Gießen GmbH für alle Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt. Die Regelung gilt für alle Bereiche mit unterschiedlichen Prozentanteilen, je nach Arbeitsaufwand und -möglichkeit. So könne man flexibel auf die Anforderungen des Betriebs eingehen. Dies sei eine "Chance" für den Kulturbetrieb Theater, betonte Intendantin Cathérine Miville.

Die Träger genehmigen den von der GmbH zu tragenden Lohnausgleich. Sobald eine Tarifvereinbarung oder eine andere für die drei hessischen Staatstheater sowie das Hessische Landestheater Marburg und Gießen geltende Vereinbarung geschlossen wird, wird sich das Stadttheater dieser anschließen. Über dieses Vorgehen und erste Details wurde mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung geschlossen. Der Antrag auf Kurzarbeit wurde bei der Arbeitsagentur vorbesprochen; es liegt eine grundsätzliche Bewilligung vor.

Theaterleitung und Betriebsrat hätten sich zu dem gemeinsamen Schritt entschieden, da sie sich zum wirtschaftlich sparsamen Verhalten sowie dem Vermeiden von finanziellem Schaden für die GmbH verpflichtet sehen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Weg werde als notwendig erachtet, nicht zuletzt für den Fall, dass die Zwangspause noch länger anhalten sollte. Auch ermögliche er dem Stadttheater, Gastkünstler und nicht fest engagierte Mitarbeiter nach Möglichkeit weiterhin mitzunehmen und den diesbezüglichen Empfehlungen des Deutschen Bühnenvereins zu folgen.

Der Betrieb der Stadttheater GmbH finanziert sich nur zu einem Bruchteil aus Zuschauereinnahmen. Von den 17,2 Millionen Euro, die für dieses Jahr an Einnahmen eingeplant waren, entfallen nur gut 1,1 Millionen auf den Ticketverkauf. Der große Rest sind Zuwendungen des Landes, der Stadt und des Landkreises.

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