Kunst am Parkhaus

Kunst am Parkhaus: Jury votiert für Blumengießen

  • Karola Schepp
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Der Kunstwettbewerb zum Parkhaus am Schlachthofgelände ist entschieden. Die Fachjury hat sich auf einen Entwurf mit dem Titel "blumengießen" entschieden.

Zu den Künstlern gehören. Karin Bergdolt (Nürnberg), Patrick Borchers (Hagen), Monika Goetz (Berlin), Katja von Puttkamer (Ingelheim), Oliver Tüchsen (Frankfurt a.M.) und Thomas Vinson (Gießen). Die Ausschreibung forderte eine Entwurfsplanung für eine rein zweidimensional angelegte, ortsspezifische Arbeit. Der Rahmen einer inhaltlichen und formalen Auseinandersetzung mit den historischen, stadtlandschaftlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Aspekten der Stadt Gießen und den spezifischen Gegebenheiten der baulichen Situation vor Ort blieb dabei bewusst weit gesteckt. Als Bauherr hatte die Helm Holding ein Budget von 40 000 Euro zur Verfügung gestellt. In einer Online-Befragung und bei einer Informationsveranstaltung konnten sich Bürger an der Entscheidungsfindung beteiligen.

Umsetzung schon im März möglich

Nach einer intensiven und lebendigen Diskussion hat sich die Fachjury schließlich für den Entwurf des in Hagen lebenden und in Dortmund lehrenden Künstlers Patrick Borchers. Jörg Wagner moderierte als Projektkoordinator die Sitzung, in deren Verlauf auch die im Rahmen der Bürgerbeteiligung angesprochenen Aspekte diskutiert wurden. Mit einer Realisation der nun ausgewählten Arbeit ist, je nach Witterungsbedingungen, möglicherweise schon im März zu rechnen.

Die Jury begründet ihre Entscheidung folgendermaßen: Borchers Entwurf gelinge es, die monumentale Wand mit einem grafisch angelegten Entwurf in den Hintergrund treten zu lassen, ohne sie zu negieren. Geometrisch-abstrakte Farbflächen erzeugten ein Wechselspiel mit dynamischen Liniengeflechten und bewusst ausgesparten Bildzonen. Durch die so aktivierten Leerräume werde das Grau der Betonflächen nicht zum reinen Bildträger, sondern zu einem elementaren Teil der Komposition.

Konzeptuell verklammere der Künstler mit seinen organischen Formen und freien Interpretationen von pflanzlichen Motiven zwei Orte – das neu angelegte Wohnareal am ehemaligen Schlachthaus und den für Gießen bedeutsamen Botanischen Garten im Stadtkern.

Insgesamt gelinge dem Künstler ein luftiger Entwurf, der in einem Gleichgewicht zwischen formaler Strenge und ästhetischer Leichtigkeit mit der Vehemenz der Betonwand spielt. Zudem entfalte das Wandbild eine farbstarke Fernwirkung und könne auch in der Nahsicht grafisch überzeugen.

Die Jury setzte sich aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern zusammen: Gerhard Helm (Bauherr), Birger Rohrbach (Architekt), Dr. Holger Hölscher (Leiter Stadtplanungsamt), Simone Maiwald (Leiterin Kulturamt), Prof. Ansgar Schnurr (IfK der JLU), Markus Lepper (Neuer Kunstverein) und der Christiana Protto (Externe Künstlerin).

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