Eva Steinbrecher (l.) und Stefan Neubacher mit Stephanie Jackson, die hier Gesang improvisiert.
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Eva Steinbrecher (l.) und Stefan Neubacher mit Stephanie Jackson, die hier Gesang improvisiert.

Kulturamt lädt ein zum Projekt "Studio KiZ"

  • vonDagmar Klein
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Gießen(dkl). Der Musikalische Sommer auf dem Schiffenberg ist coronabedingt ausgefallen. Doch die dafür zur Verfügung stehenden Mittel für die Musik sollen ausgegeben werden, erklärten Kulturamtsleiter Stefan Neubacher und seine Mitarbeiterin Stephanie Jackson beim Pressegespräch im KiZ. Zielgruppe sind "solo-selbstständige Musiker, deren Einnahmen durch die vielen Corona-Absagen eingebrochen sind."

Am einfachsten wäre ein Nachweis über die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK), "aber wir lassen mit uns reden, es gibt noch andere Nachweismöglichkeiten", sagt die dritte im Bunde, Eva Steinbrecher.

Nach vielen Ideen, was unter Corona-Bedingungen möglich wäre, bot sich die Nutzung des Ausstellungsraums des Kulturamts an der Kongresshalle an, da der Neue Kunstverein seine geplante Ausstellung nicht umsetzen kann. Das Kulturamt plant auch keine Konzerte der herkömmlichen Art, sondern Auftritte die gefilmt und später online freigeschaltet werden. "Dann können wir den Künstlern auch eine Gage zahlen, denn dann ist der Musikevent öffentlich," betont der Kulturamtsleiter. Einige Besucher wären möglich, nach Anmeldung natürlich, was den Live-Effekt für die Musiker erheblich fördern dürfte.

Wer kann sich anmelden? Einzelpersonen und Gruppen bis zu vier Personen, wobei es durchaus lockere Jam-Sessions sein können. Aber die Bewerber müssen in Gießen wohnen, da es sich um Gießener Gelder handelt. Gefragt sind alle Musiksparten, die sonst beim Musikalischen Sommer auch präsent sind. Freuen würden sich das Organisationsteam, wenn von Corona Inspiriertes dabei wäre.

Bis wann kann man sich anmelden? Bis zum 28. August spätestens, denn die Auftritte mit Filmdreh sollen Anfang bis Mitte September stattfinden. Dann muss Csongor Dobrotka (Dobago Film, Seriale) das Ganze noch nachbearbeiten und zu halbstündigen Filmen für die Internetpräsentation fertigstellen, die im Oktober beginnen soll.

"Vielleicht wird daraus ein Format, das wir für die Zukunft beibehalten", sinniert Jackson, "sei es während oder zwischen den Ausstellungen." Dabei dürfte allerdings die problematische Akustik mit ihrem Nachhall noch ein Wörtchen mitzureden haben. Neubacher, der selbst auch Musiker ist, sieht das nicht kritisch: "Für die Filme wird der Sound aus der PA abgenommen, da können alle Musikfans beruhigt sein." Anmelden bei kulturamt@giessen.de, für Nachfragen stehen Stephanie Jackson und Eva Steinbrecher bereit.

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