Früher Pitta Gyros, bald Currywurst: An der Ecke Neuen Bäue/Weidengasse beginnt in wenigen Tagen der Rückbau des Gastraums. Im Spätsommer wird "Best Worscht in Town" einziehen. 
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Früher Pitta Gyros, bald Currywurst: An der Ecke Neuen Bäue/Weidengasse beginnt in wenigen Tagen der Rückbau des Gastraums. Im Spätsommer wird "Best Worscht in Town" einziehen. 

Gastronomie

Kult-Imbiss öffnet in der Neuen Bäue in Gießen

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Die Gießener Gastronomie-Szene entwickelt sich weiterhin rasant: Jetzt will sogar der Kult-Imbiss "Best Worscht in Town" die Stadt erobern. Im Spätsommer soll es losgehen.

Die Erfolgsgeschichte der Currywurst soll am 4. September 1949 in einem Imbisswagen in Berlin-Charlottenburg begonnen haben. An diesem Tag will die Berlinerin Herta Heuwer, der die Erfindung der Currywurst zugeschrieben wird, zum ersten Mal ihre Currywurstsoße angerührt und zur gebratenen Wurst serviert haben. Die Erfolgsgeschichte von "Best Worscht in Town" beginnt 1994 im Frankfurter Westend, als Lars Oberndorfer - damals 24 Jahre jung - von seinen Eltern den Imbisswagen übernimmt, den seine Oma schon in den 1970er Jahren betrieben hat. Er tüftelt mit Sterneköchen ausgefallene Soßen aus, bietet unterschiedliche Schärfegrade an - und die Kunden stehen Schlange. Heute gibt es 24 Filialen und Standorte im Mittleren Osten und den USA, auch am Frankfurter Flughafen ist "BWiT" zu finden und bald auch in der Neuen Bäue in Gießen.

"Ich freue mich, dass wir jetzt auch nach Gießen kommen", sagt Oberndorfer im Gespräch mit dieser Zeitung. Immer wieder habe es Anfragen von Kunden und potenziellen Franchisenehmern gegeben. Dass es nun geklappt habe, läge vor allem auch an seinen neuen Partnern. Oberndorfer ist wichtig, dass die Betreiber zu seinem Konzept passen und der Chef auch selbst im Laden steht.

Kult-Imbiss in Gießen: Currywurst statt Gyros an der Ecke

In Gießen wird das der 24-jährige Koch Mirko Lacic sein. Unterstützt wird er im Hintergrund von seinem Onkel Sascha de Loryn, geschäftsführender Gesellschafter von Media Tools in Heuchelheim. "Die Idee, den Laden nach Gießen zu holen, existiert schon lange. Wir haben bloß eine Weile nach einem passenden Ladenlokal gesucht", sagt de Loryn. Das war nach dem Umzug des ebenfalls kultigen "Pitta Gyros" in die Räume der ehemaligen Gießener Stube im vergangenen Jahr gefunden. Die Gespräche mit der Familie Denninghoff, der die Immobilie gehört, liefen erfolgreich. In den nächsten Tagen soll mit dem Rückbau der alten Gaststätte begonnen werden. Ein Ladenbauer aus Frankfurt wird den Standort dann in eine BWiT-Filiale verwandeln. "Ende August/Anfang September kann es dann losgehen", sagt de Loryn.

Oberndorfer hat mit seinem Unternehmen, das er zu einer erfolgreichen Franchisekette ausgebaut hat, zuletzt mehr als 11 Millionen Euro Umsatz gemacht. Die erfolgreichste Einheit im Main-Taunus-Zentrum kommt auf etwa 1,2 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Laut Lebensmittelzeitung strömen im Schnitt zwischen 200 und 300 Kunden am Tag in die einzelnen Filialen.

Kult-Imbiss in Gießen: Von Professionalität überzeugt

Auch de Loryn und sein Team von Media Tools gehören dazu. "Die Jungs haben mich mal mitgenommen und ich war sofort begeistert. Eigentlich verbinden wir seitdem jeden Termin in Frankfurt mit einer Wurst bei Lars", erzählt de Loryn. Überzeugt hat ihn die dabei gleichbleibend hohe Qualität sowie die Professionalität des Franchisekonzepts. Unter anderem beschäftigt Oberndorfer einen Qualitätsmanager, der die Stores regelmäßig überwacht und dafür sorgt, dass alle Standards eingehalten werden.

Neben den Klassikern in den unterschiedlichen Schärfegraden wird es auch in Gießen eine bio-vegane Alternative aus Seitan geben. Das hätte sich Herta Heuwer wohl nicht träumen lassen.

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