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Krise trifft Frauen besonders hart

  • Karola Schepp
    VonKarola Schepp
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Gießen (gl/pm). »Basta! Befreiung erkämpfen!« - unter diesem Motto stand am gestrigen Internationalen Frauentag eine Demonstration mit rund 300 Teilnehmenden durch die Innenstadt.

In Deutschland wird alle drei Minuten eine Frau vergewaltigt. Frauen verdienen rund 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Typische Frauenberufe sind das Dienstleistungsgewerbe sowie die Kinder-, Alten- und Krankenpflege - und damit die mit niedriger Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen. Dagegen zu protestieren hatte das »Aktionsbündnis 8. März« aufgerufen.

Bereits am Mittag hatten Anna Boulnois (Frauen- und Gleichstellungsbauftrage vom DGB Hessen-Thüringen) und Susanne Pitzer-Schild (Geschäftsführerin ver.di Mittelhessen) vor dem DGB-Haus in der Walltorstraße in ihren Reden deutlich gemacht, dass die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern nicht länger hinzunehmen sei. Gerade die Corona-Krise treffe Frauen besonders hart: Sie arbeiteten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen und seien mit Einkommenseinbußen konfrontiert durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Diese treffe Frauen besonders. Auf ihren Schultern lasteten Gesundheitsrisiken, finanzieller Druck, zusätzlicher Betreuungsaufwand und vermehrte Arbeit im Haushalt. Die Pandemie habe diese Ungleichheiten weiter verschärft. Jetzt gelte es, zu verhindern, dass die Krise zum »Rollback« der Geschlechterrollen führt. Zu Bläsermusik wurde am DGB-Haus ein Transparent enthüllt.

Gelbe Rosen zum »Rose Day«

Wie in jedem Jahr verteilten auch die Frauen vom Zonta-Club Burg Staufenberg-Gießen zum »Rose Day« gelbe Rosen. Präsidentin Beatrix Eiler-Haupt, Dietlind Stürz, Dr. Michaele Künzel, Dr. Barbara Watz, Prof. Gabriele Krombach, Katharina Schmahl und Pressesprecherin Heidelies Bierbach-Müller überreichten die gelbe Zonta-Rose an das 25-köpfige Team um JLU-Lungenforscherin Prof. Susanne Herold. Damit würdigten sie ihren Einsatz für die Arbeit zur Corona-Forschung. Beatrix Eiler-Haupt variierte das Zitat Herolds: »Die Impfung ist unsere stärkste Waffe« in »die Forschung ist unsere stärkste Waffe« oder »Beharrlichkeit ist unsere stärkste Waffe« in Bezug auf die Arbeit dieses hoch engagierten Teams. In ihrer Dankesrede betonte Herold das außerordentliche Engagement in Forschung und im klinischen Bereich ihres Teams. Es sei ihr wichtig, dass mit der Zusammensetzung ihres Teams ein Zeichen gesetzt wird, ein Vorbild für Frauen, sich in Bereichen, die sie interessieren, zu engagieren.

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