Was da kreucht und fleucht

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"Eigentlich haben wir die Kamera immer dabei", sagt Rudi Müller. Gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie hat der 84-Jährige eine Auswahl von Fotografien zum Thema "Flora und Fauna in Feld und Garten" zusammengestellt, die ab Sonntag, 17. Februar, im Heimatmuseum Wieseck zu sehen ist. Ergänzt werden die Aufnahmen von Tierpräparaten, die Heimatvereinsvorsitzender Wolfgang Bellof beisteuert. Gemeinsam wollen die drei zeigen, welche Artenvielfalt in den heimischen Gärten und auf Mittelhessens Feldern zu finden ist.

"Eigentlich haben wir die Kamera immer dabei", sagt Rudi Müller. Gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie hat der 84-Jährige eine Auswahl von Fotografien zum Thema "Flora und Fauna in Feld und Garten" zusammengestellt, die ab Sonntag, 17. Februar, im Heimatmuseum Wieseck zu sehen ist. Ergänzt werden die Aufnahmen von Tierpräparaten, die Heimatvereinsvorsitzender Wolfgang Bellof beisteuert. Gemeinsam wollen die drei zeigen, welche Artenvielfalt in den heimischen Gärten und auf Mittelhessens Feldern zu finden ist.

"90 Prozent der Aufnahmen sind in unserem Garten in Wieseck entstanden", erklärt Rosemarie Müller, die als Fotolaborantin gearbeitet hatte und seit vielen Jahrzehnten gemeinsam mit ihrem Mann das Fotografieren als Hobby pflegt. Das Paar ist auch Mitglied der Fotogruppe Hausen und legt Wert darauf, dass "ein Bild ein Bild bleibt", sprich am Computer kaum nachbearbeitet wird.

Am diesem Sonntag Eröffnung

Ob eine Kohlmeise an einer Sonnenblume, eine winzige Krabbenspinne beim Verspeisen ihrer Beute oder ein besonders schöner Lichteinfall durch das Blatt einer Tulpe: Müllers haben den Blick für das Besondere in ihrem Garten und wollen mit ihren Aufnahmen vor allem auch Kindern zeigen, was sie alles entdecken können, wenn sie nur mit wachem Blick durch die heimische Natur streifen. Besonders stolz sind sie auf Aufnahmen eines Schwalbenschwanzes in unterschiedlichen Stadien der Verpuppung und des Schlüpfens. Seit vielen Jahren bieten Müllers Schmetterlingen in ihrem Garten unter anderem mit dem Anbau von Dill, Möhren und Fenchel ideale Bedingungen. "Es hat Jahre gedauert, bis wir die Eier der Tiere erkannt haben", erzählt Rosemarie Müller. Seitdem schützen die Eheleute die Schwalbenschwanzeier mit einem Netzzelt vor Fressfeinden und bringen sie kurz vor der Verpuppung in eine altes Aquarium zum Überwintern oder auch zum baldigen Schlüpfen. Dass es in den vergangenen Jahren unter anderem durch den Klimawandel zu Veränderungen im Insektenbestand gekommen ist, können Müllers und Wolfgang Bellof aus eigener Anschauung bestätigen. Dass es insgesamt weniger Insekten gibt, lässt sich anhand meist sauberer Windschutzscheiben deutlich erkennen. Aber auch Arten, die früher wesentlich weiter südlich beheimatet waren, finden die Naturbeobachter immer häufiger. Bellof etwa, der auch Mitglied im entomologischen Verein des Frankfurter Senckenberg-Museums ist, hat einen handtellergroßen Totenkopfschwärmer direkt vor seinem Haus in Wieseck gefunden. Das tote Tier, das eigentlich in Südeuropa heimisch ist, hat er präpariert und zeigt es mit vielen anderen Schmetterlingen, Faltern und Käfern in den Vitrinen des Heimatmuseums. Auch die in anderen Vitrinen ausgestellten Tierpräparate von Fuchs, Marder, Igel und mehr sind Totfunde, die für die Nachwelt erhalten wurden.

Jeden dritten Sonntag im Monat

Müllers und Bellof werden bis inklusive Mai jeden dritten Sonntag eines Monats im Heimatmuseum Wieseck von 14 bis 17 Uhr Besucher empfangen und mit allerhand Geschichten rund um die fotografierten und präparierten Tiere und Pflanzen aus Feld und Garten Wissen vermitteln. Eröffnet wird die Ausstellung an diesem Sonntag, 17. Februar, von 14 bis 17 Uhr.

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