Die Delta-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich immer mehr aus. Nun hat sie auch Gießen erreicht. Das Foto zeigt eine elektromikroskopische Aufnahme des Virus. (Symbolfoto)
+
Die Delta-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich immer mehr aus. Nun hat sie auch Gießen erreicht. Das Foto zeigt eine elektromikroskopische Aufnahme des Virus. (Symbolfoto)

Indische Mutante

Corona-Infektionen mit Delta-Variante entdeckt – Kreis Gießen äußert sich zu Clustern

Die besonders gefährliche Delta-Variante des Coronavirus hat den Landkreis Gießen erreicht.

Gießen – Im Landkreis Gießen sind am heutigen Dienstag (15.06.2021) elf Corona-Infektionen mit der sogenannten Delta-Variante bekannt worden. Die Virus-Mutation ist auch unter dem Namen B.1.617.2 bekannt und trat erstmals in Indien auf. Sie gilt als besonders gefährlich und ansteckend. Lediglich einer der Fälle gehe auf eine Neuinfektion „der vergangenen Tage“ zurück, hieß es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Die übrigen Menschen, die mit der Delta-Variante infiziert sind, seien bereits zuvor gemeldet gewesen. Ihre Quarantäne laufe „zum Teil in Kürze schon“ aus. Das örtliche Gesundheitsamt habe nachträglich durch standardmäßige Laboruntersuchungen Hinweise auf die Mutation erhalten.

Corona im Kreis Gießen: Cluster der Delta-Variante hängen nicht zusammen

Nach derzeitigem Stand liegen Infektionen innerhalb zweier familiärer Cluster sowie bei drei Einzelpersonen vor, von denen sich eine aus beruflichen Gründen im Ausland aufgehalten hatte, teilte der Kreis Gießen weiter mit. Untereinander hingen die Infektionscluster nach heutigen Erkenntnissen nicht zusammen. Eine Person habe sich trotz vollständigen Impfschutzes infiziert. Die Delta-Variante soll noch ansteckender als die britische Corona-Variante B.1.1.7 sein, die sich mittlerweile flächendeckend ausgebreitet hat. Ebenso treten nach aktuellen Beobachtungen häufiger schwere Krankheitsverläufe auf. Laut Robert Koch-Institut (RKI) soll der Impfschutz gegen die indische Mutante geringer sein. Insgesamt sind die Infektionszahlen im Kreis Gießen vergleichsweise niedrig. Die Sieben-Tage-Inzidenz kratzte zuletzt an der 10er-Marke. (red)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare