Die Kinder führen an den unterschiedlichen Stationen kurze Spielszenen auf. Die Masken dafür haben sie in einem Workshop entworfen und gebastelt. FOTO: SCHEPP
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Die Kinder führen an den unterschiedlichen Stationen kurze Spielszenen auf. Die Masken dafür haben sie in einem Workshop entworfen und gebastelt. FOTO: SCHEPP

Kreativer Protest mit Glitzermasken

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Gießen(gl). Die Zuschauer tragen Kopfhörer, die jungen Darsteller selbst gebaute Masken, die sie wie Aliens aussehen lassen. Und coronakompatibel findet die szenische Theatertour unter freiem Himmel statt, damit doch noch möglichst viele miterleben können, was sich die Kinder während ihrer Workshops in den Ferien haben einfallen lassen.

Kulturkoffer-Projekt

Performancekünstler und Kunstvermittler Kim Willems und Künstlerin Karin Speckmann haben im ZiBB, dem Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung, in den vergangenen beiden Ferienwochen jeden Tag mit Kindern im Alter von neun bis 13 Jahren Masken gebastelt oder kleine Spielszenen erarbeitet. Gemeinsam wurden die Ideen der Kinder zum Thema Protest und Demonstration zu einer interaktiven Theatertour zusammengestellt. Mit "4 Future" haben sie ihre ganz eigene Demo erfunden. Die Zuhörer - wegen der Pandemie waren dies entgegen der ursprünglichen Planung fast ausschließlich Familienangehörige - wurden mittels Kopfhörern von den Kindern durch ihren Protest geleitet. Start war an einem der Spitzbunker, weiter ging es zu einem Supermarkt. An allen Stationen führten die Kinder kurze Szenen auf, die Zuhörer hörten dazu Stimmen über Kopfhörer.

Die beiden jeweils einwöchigen Workshops mit Maskenlabor und Theaterlabor unter dem Slogan "4 Future" wurden finanziell ermöglicht durch das Förderungsprogramm des Landes Hessen unter dem Namen "Kulturkoffer".

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