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Ingke Günther

Kreative Ideen für die Stadt

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"Wir wünschen uns eine freundliche, kreative Bewegung in so angespannten und ungewissen Zeiten. Das wird uns guttun!" Mit diesem Aufruf laden Pia Sommerlad und Ingke Günther dazu ein, kreativ gestaltete Plakate in den Schaufenstern aufzuhängen und unter #wirsinddeinestadt in der Krise Gesicht zu zeigen.

Alle, die diese Stadt ausmachen, sind angesprochen, in der Corona-Krise Gesicht zu zeigen: Bäcker, Kneipe, Frisörsalon, Buchladen, Museum, Bekleidungsgeschäft, Pizzeria, Theater, der gesamte Einzelhandel und alle Kulturschaffenden. Unter dem Hashtag #wirsinddeinestadt können individuell gestaltete Plakate in Schaufenstern und Schaukästen aufgehängt werden, um den Passanten deutlich zu machen, was der Stadt verloren gehen könnte, wenn die Folgen der Krise Betriebe und Kreativwirtschaftler zum Aufgeben zwingen würden.

Die Idee zu dieser Aktion hatte Goldschmiedemeisterin Pia Sommerlad vom Werkstattatelier Sommerbach in der Bahnhofstraße, die in Künstlerin Ingke Günther vom Gießkannenmuseum und StadtLabor eine Mitstreiterin für die Aktion gefunden hat.

Auch die beiden Frauen wurden in ihrem Alltagsgeschäft durch die Krise ausgebremst und sind wie so viele in ähnlicher Situation in Sorge um die Zukunft. Aber als die "Schockstarre" ersteinmal überwunden gewesen sei, so Günther, hätten sie sich entschlossen, etwas zu tun. "Vielleicht hilft es, wenn wir gemeinsam etwas tun?" lautet daher ihr Aufruf. Sie wollen Menschen aufmerksam machen auf die Vielfalt und den Zusammenhalt in der Stadt, aber auch zeigen, was Gießen verloren gehen könnte, wenn das Virus über längere Sicht den (kreativen) Alltag in der Stadt verändert.

Damit die Passanten, und die gibt es auch in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen natürlich noch immer, nicht nur "in beunruhigend verdunkelte Läden schauen", sind Betreiber aufgefordert, auf ganz persönliche Weise ein Plakat anzufertigen oder das Schaufenster zu gestalten. "Vielleicht mit einem persönlichen Wunsch und dem verbindenden Satz: Wir sind Deine Stadt. #wirsinddeinestadt", so die Idee. Jeder soll dabei seine eigene Ausdrucksweise finden. Wichtig ist den Initiatorinnen, dass keine einheitlichen Plakate angefertigt werden, da eine individuelle Gestaltung und Ausdrucksweise viel emotionaler und persönlicher sind. "Wir denken an unterschiedlichste Medien: Videos, Bilder, Sprüche, eine aufheiternde Dekoration im (Schau)Fenster" heißt es in ihrem Aufruf. Wer ein Foto von seiner kreativen Gestaltung macht, kann dies unter #wirsinddeinestadt auf Instagram und facebook.com/ stadtgiessen posten.

Das Oberhessische Museum ist dem Aufruf bereits gefolgt und hat ein Plakat im Schaukasten vor dem Alten Schloss aufgehängt. Ebenso die Bonifatius-Buchhandlung. Auch das Fenster des Gießkannenmuseums ist kreativ gestaltet. Unter #wirsinddeinestadt sind alle Werke dann auch digital anzuschauen. FOTOS: ARCHIV

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