Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Stadtverordnetenvorsteher Frank Schmidt legen am Neuen Friedhof einen Kranz nieder. FOTO: CON
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Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Stadtverordnetenvorsteher Frank Schmidt legen am Neuen Friedhof einen Kranz nieder. FOTO: CON

Ein Kranz für die Toten

  • vonConstantin Hoppe
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Gießen (con). Bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Mahnmal auf dem Neuen Friedhof hat Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz an die Verantwortung jedes Einzelnen erinnert: "Wir müssen uns die Frage stellen: Tun wir alles, um Konflikte zu schlichten und Kriege zu verhindern? Kümmern wir uns um Recht und Gerechtigkeit für die ganze Welt? Setzen wir unseren Wohlstand zum Wohle aller richtig ein?"

Auch der Volkstrauertag stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von Corona: Statt einer sonst üblichen großen Gedenkfeier, fand das Gedenken am Sonntag auf dem Neuen Friedhof in kleinem Rahmen und nur mit kurzem Programm statt. Doch auch in der aktuellen Zeit sollte die Bedeutung des Volkstrauertages nicht vergessen werden: "Wir gedenken heute der Opfer der beiden Weltkriege, aber wir gedenken auch aller Opfer von Kriegen weltweit", erklärte Grabe-Bolz in ihrer Rede. "Auch wenn wir in Deutschland nun schon 75 Jahre in Frieden leben - die längste Friedenszeit, die Deutschland je erlebte -, gehört gleichzeitig das gewaltsame Austragen von Konflikten zum Alltag von Menschen weltweit."

Deshalb forderte die Oberbürgermeisterin dazu auf, gegenüber jeder Verletzung der Menschenrechte wachsam zu bleiben: "Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt."

Eine kurze Andacht sowie Fürbitten wurden von Gemeindereferent Gerd Tuchscherer gehalten. Musikalisch untermalt wurde die Gedenkfeier auch in diesem Jahr von den Mitgliedern des Gießener Bläserkreises unter Leitung von Alfred Joswig. Im Anschluss an die Kranzniederlegung auf dem Neuen Friedhof folgten weitere Niederlegungen auf dem Friedhof für ausländische Soldaten, dem Bombenfriedhof, dem Mahnmal für die deportierten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Gießens, dem Friedhof für Fremdarbeiter und dem Mahnmal für alle Opfer und Verfolgten des Naziregimes am Berliner Platz.

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