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"Kontor" stimmt, "Kantor" nicht

  • Jens Riedel
    vonJens Riedel
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Gießen(jri). Nein, es war leider nicht der "Korsar". Auch den "Pastor" haben wir nicht gesucht. Und wer als Lösungswort "Kantor" auf dem Zettel stehen hatte, lag zwar nur ganz knapp, aber auch daneben. Fast 150 Lösungen wurden in der zweiten Quiz-Woche eingesandt. 22 davon waren falsch; aber 121 Mitspieler/innen haben das richtige Lösungswort "Kontor" aus den sechs Wochenaufgaben zusammengebastelt. Das Kontor war im Spätmittelalter eine Niederlassung hansischer Kaufleute im Ausland und ist zudem eine veraltete Bezeichnung für Büro.

"Diesmal war das Quiz deutlich schwerer als in der ersten Woche", teilte Brigitte Trendel aus Heuchelheim mit. Trotzdem fanden über 80 Prozent der Mitspieler die richtige Wochen-Antwort.

Der Auftakt am Montag war zugegeben sehr schwer: Das geheimnisvolle Steingesicht in der Böschung neben der Brücke über die Wieseck in der Moltkestraße (K) ist nämlich nur zu finden, wenn man über das Geländer klettert, zum Bachufer geht und zum Kanal blickt, der dort in die Wieseck mündet. Da als Alternativen die gut einsehbare Sachsenhäuser Brücke und die Wieseckbrücke (Lahnstraße) angegeben waren, konnte man im Ausschlussverfahren auf die Lösung kommen.

Am Dienstag haben wir an das Kunstspektakulum erinnert, mit dem Gießen den Beginn des neuen Jahrtausends (O) feierte. Und zwar im Juli, weil damals heftig diskutiert wurde, wann das "Millennium" eigentlich beginne: Am 1. Januar 2000 oder am 1. Januar 2001. Die "ZeitenWende" genau in der Mitte zog rund 200 000 Neugierige an. Die Geschäfte öffneten um Mitternacht, allerorten gab es Kultur-Aktionen. Die Lösungen "10 Jahre deutsche Einheit" (E) und "800-jähriges Stadtjubiläum" (A - was einige Mitspieler zur Antwort "Kantor" verleitete) waren somit raus.

Das am Mittwoch gesuchte, auffällig verglaste Gebäude steht in der Lonystraße - der richtige Lösungsbuchstabe lautet also (N). Die TH Mittelhessen mit ihrem Fachbereich Bauwesen wird dort einziehen. Im historisch geprägten Südviertel gibt es nichts, was auch nur annähernd ähnlich aussieht.

Am Donnerstag war der Name einer Villa gesucht, die gleichermaßen Stammsitz eines erfolgreichen Unternehmens war. Wer genau hinsah, konnte am Zaun die Buchstaben L und H erkennen. Es sind die Initialen des Firmengründers Louis Heyligenstaedt, der die spätere Werkzeugmaschinenfabrik im Jahr 1876 an der heutigen Liebigstraße gegründet hatte. Von daher lag auch der Name der Villa auf der Hand: Heyligenstaedt-Villa (T).

In der Freitagsausgabe haben wir nach einem "modischen" Bürgerhaus in einem Stadtteil gefragt. Denn in einem der Bürgerhäuser ist seit rund zehn Jahren ein kleines Modegeschäft beheimatet, in dem es auch Dinge für das "Näher/innenherz" gibt. Die richtige Antwort lautet Allendorf (O). Wer es nicht auf Anhieb wusste, konnte die Bürgerhäuser abklappern.

Den Wochenabschluss bildete eine Luftaufnahme des Samen-Hahn-Geländes. Das gründerzeitliche Wohn- und Geschäftshaus "Samen Hahn" ist 2012 abgerissen worden. Seitdem steht die Fläche in der Innenstadt leer. Damit lautet der Lösungsbuchstabe "R".

Und hier die Gewinner der zweiten Runde, die diesmal alle nicht in Gießen, sondern in Kreisgemeinden wohnen - was zeigt, dass das Gießen-Quiz auch für "Auswärtige" gut spielbar und lösbar ist. Über einen 50-Euro-Restaurantgutschein können sich die Eheleute Agnes und Wolfgang Bendlin aus Wettenberg freuen. Die WMF-Wasserkaraffe geht an Norman Geisse in Fernwald. Das Salatbesteck der Marke Villeroy & Boch erhält Elke Becker-Stroh aus Lollar. Alle Gewinner werden benachrichtigt.

Die heutige Quizaufgabe steht auf Seite 19. (Fotos: GAZ)

HEYLIGENSTAEDT-VILLA (T)

WIESECKBRÜCKE MOLTKESTRAßE (K)

LONYSTRASSE (N)

2012 (R)

NEUES JAHRTAUSEND (O)

ALLENDORF (O)

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