Um sexuellen Missbrauch geht es am Landgericht. FOTO: KHN
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Um sexuellen Missbrauch geht es am Landgericht. FOTO: KHN

Kontakt über Telefonchat

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Gießen(se). Was Staatsanwältin Jessica Schröder dem Angeklagten vorwirft, hatte es in sich: So soll ein 32-Jähriger in Herne geborener und lebender Mann mit einem jungen Mädchen sexuelle Beziehungen gepflegt haben, obwohl diese zum Tatzeitpunkt erst 13 Jahre alt gewesen sei.

Sexueller Missbrauch von Kindern käme in diesem Fall gemäß §176 Strafgesetzbuch in Betracht, vielleicht sogar ein schwerer sexueller Missbrauch nach §176a StGB. Am ersten Verhandlungstag vor der 1. Großen Jugendkammer am Landgericht Gießen unter dem Vorsitz von Andreas Wellenkötter teilte die Staatsanwältin am Dienstag mit, dass der Angeklagte, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, die als Nebenklägerin auftretende Geschädigte über einen einschlägigen Telefonchat kennengelernt habe.

Dabei habe diese ihr Alter zunächst mit 15 Jahren angegeben. Später sei dem Mann durch eine weitere Person aber mitgeteilt worden, dass das Mädchen, mit dem er in Kontakt getreten war, erst 13 Jahre alt sei. Trotzdem habe er laut Anklageschrift zwischen Juli und Oktober 2019 in drei Fällen sexuellen Kontakt mit der 13-Jährigen gehabt.

Tatort jeweils das Kraftfahrzeug

Tatort sei jeweils das Kraftfahrzeug des Angeklagten gewesen, mit dem er in zwei Fällen den Gießener Stadtteil Rödgen und einmal das benachbarte Großen-Linden angesteuert hatte.

Nach der Verlesung der Anklageschrift und noch vor der Aussage des Angeklagten wurde zum Schutz der jungen Geschädigten die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

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