Krimicops_141021_4c
+
Carsten Rösler, Klaus Stickelbroeck und Ingo Hoffmann (v. l.) im Polizeipräsidium.

Kommissar Struhlmann im Visier der Ermittler

  • VonSascha Jouini
    schließen

Gießen (jou). Was daraus wird, wenn Polizisten einer Düsseldorfer Polizeistation am Feierabend die Schicht Revue passieren lassen und sich dazu entschließen, auf Grundlage mancher Anekdoten Krimis zu schreiben, davon konnte man sich am Dienstag im Rahmen des Krimifestivals ein Bild machen. Drei der insgesamt fünf Krimi-Cops - Carsten Rösler, Klaus Stickelbroeck und Ingo Hoffmann - präsentierten im Polizeipräsidium ihren siebten Band »Böse Falle«.

Wieder mit dabei ist Piet Struhlmann, ein erfahrener Kriminalhauptkommissar, »etwas grob in der Art, aber er hat das Herz am rechten Fleck«, charakterisierte ihn Stickelbroeck. Gemeinsam mit seinem Ex-Praktikanten Christian Jensen bildet er ein eingespieltes Team. Doch ausgerechnet Struhlmann gerät jetzt selbst ins Visier der Ermittler: Jemand gibt sich am Telefon als Kollege Karel Skupa von der Kripo Prag aus und lockt ihn auf einen Parkplatz nahe der A 3, wo er eine tote Frau entdeckt - und als Erster am Tatort den Ermittlern aus Mettmann suspekt erscheint. Als Struhlmann in Handschellen flüchtet, lenkt er zusätzlich Verdacht auf sich. Wie sich herausstellt, hat ihn jemand mit einem hinterlistigen Plan reingelegt. Brisant wäre es, wenn die Geschichte an die Öffentlichkeit geriete.

Spannend beschrieben wird Struhlmanns Flucht. Um ihm in der misslichen Lage zu helfen, bildet sich eine von seiner Unschuld überzeugte Task Force, darunter sein einarmiger Kumpel Krake und Jensen.

Dass die Krimi-Cops Alltagsbeobachtungen mit einfließen ließen, ist nur ein Teil ihres Erfolgsrezepts. Vor allem verstanden sie es, das Publikum voller Spannung in den Bann zu ziehen. Die Autoren lasen mit verteilten Rollen; gerade Stickelbroeck gefiel durch mitreißendes Erzähltempo.

Slapstick-Einlagen und Selbstironie

Gewürzt durch Lokalkolorit, Slapstick-Einlagen sowie eine gute Prise Selbstironie vermochten die Krimi-Cops die Szenen anschaulich vor Augen zu halten. Die zahlreichen Besucher amüsierte der geradlinige, unkomplizierte Humor, wenn auch manche Gags etwas platt schienen. Die sympathisch-bodenständigen Polizisten haben, wie sich herausstellte, beim Krimifestival ihre treue Fangemeinde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare