Kollektives Sklaverei-Trauma

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Gießen(pm). Mit dem Tod Toni Morrisons im August 2019 verlor die literarische Welt eine ihrer markantesten Stimmen. Spätestens nach der Verleihung des Nobelpreises 1993 - als erste afroamerikanische Frau überhaupt - hatte sie sich als eine der einflussreichsten zeitgenössischen Erzählerinnen etabliert. Insbesondere ihr historischer Roman "Beloved" ("Menschenkind", 1987) über das kollektive Trauma der Sklaverei gilt als ein Meisterwerk der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Gut 30 Jahre nach Erscheinen des Romans ist sein Thema so aktuell wie eh und je: die Schatten von Sklaverei und Rassentrennung legen sich über das Land, das sich nach den Obama-Jahren mit einer neuen Welle des Rassismus und der weiß-männlichen Suprematie konfrontiert sieht.

Ein Vortrag von Dr. Michael Basseler am Donnerstag, 5. März, um 15.30 Uhr im Alten Schloss führt in das Werk Morrisons ein und beleuchtet neben dessen thematischen, ästhetischen und erzählerischen Eigenschaften auch seine Relevanz und Aktualität für die politische und gesellschaftliche Situation in den USA des 21. Jahrhunderts. Veranstalter ist der Verband Frau und Kultur.

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