Das "Ehl-i-keyf" bietet viele Nuss-Arten an. FOTO: SCHEPP
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Das "Ehl-i-keyf" bietet viele Nuss-Arten an. FOTO: SCHEPP

Knabbereien und Kaffee

  • vonSebastian Schmidt
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Gießen(seg). Wenn man das Geschäft "Ehl-i-keyf" in der Walltorstraße betritt, fliegen einem trotz Maske die unterschiedlichsten Gerüche um die Nase. Es riecht nach gerösteten Nüssen, Kaffee und Kardamom. Was hier verkauft wird, nennt man in der Türkei "kuru yemis". Gemeint sind unterschiedliche Sorten von Nüssen und Trockenfrüchten, die man als Knabberei seinen Gästen anbietet.

Inhaber Sahin Yesilmen tritt mit dem "Ehl-i-keyf" in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters. Sie hatten in der Türkei bereits einen Knabbereien-Laden, erklärt Mitarbeiterin Ahlam Chaker. Für Yesilmen ist es das erste Geschäft. "Wir wollen alles selbst machen", sagt Chaker und zeigt auf die Auslage. Dort liegen Mandeln, Cashew- und Haselnüsse in unterschiedlichen Verarbeitungen: geröstet, gebrannt oder mit Sesam.

Die Nüsse röste Yesilmen selbst. Auch den angebotenen Kaffee mahle er und verfeinere ihn mit Kardamom oder Karamell. "Ende des Monats kommt die Maschine, mit der wir auch selbst unsere Nüsse brennen können", sagt Chaker. Gebrannte Mandeln oder Paranüsse, glauben sie, verkaufen sich in der Weihnachtszeit besonders gut. Yesilmen mache auch Tahin frisch. Das Sesammus ist Bestandteil vieler Gerichte in der arabischen Küche. Aber ihr beliebtestes Produkt sei im Moment der getrocknete Ingwer. Den kann man zum Kochen, für einen Tee oder als scharfen Snack benutzen. Neben Ingwer bieten sie weitere Trockenfrüchte, wie Erdbeeren, Mango und Kiwis an. Die ersten Monate seien bisher gut gelaufen. "Es kommen genauso Deutsche, wie Menschen aus der Türkei oder Syrien zu uns", sagt Chaker. Für viele Kunden sei der Laden "ein Stück Heimat". Gerade spüren sie aber auch den Lockdown. "Es sind weniger Menschen unterwegs." Bevor das "Ehl-i-keyf" eröffnet hat, war dort die "Dünsberg Bäckerei" untergebracht.

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