Kleiner Vorrat

  • Burkhard Möller
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Gießen(mö). In ungewöhnlicher Umgebung setzen die Lützellindener heute Abend ihren Protest gegen die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen im Südwesten des Dorfs fort. In der Maschinenhalle des Bauernhofs von Ortsvorsteher Markus Sames sollen ab 19 Uhr Vertreter der im Stadtparlament vertretenen Parteien Stellung beziehen.

Im Vorfeld der coronagerechten Versammlung hat sich nun auch die CDU zu Wort gemeldet. Partei- und Fraktionschef Klaus Peter Möller bekräftigt in einer Pressemitteilung die Ablehnung der gut 130 Hektar großen Großgewerbefläche Lützellinden und verweist auf einen entsprechenden Parlamentsbeschluss aus dem vergangenen Jahr. "Es erscheint wenig sinnvoll zu sein, eine Gewerbefläche gegen den Willen des betroffenen Stadtteils zu fordern", wiederholt Möller sein Argument von damals. Zumal es derzeit auch keine Anfragen von Großunternehmen gebe, die die Erschließung eine Fläche dieser Größe rechtfertigen würden.

Noch nicht verabschieden will sich die CDU - anders als zuletzt Grüne und SPD - dagegen vom 30 Hektar großen "Gewerbepark Lützellinden". Dessen Entwicklung hatte die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr zwar auf Eis gelegt, aber nicht endgültig begraben. Dazu Möller: "Es muss mit Lützellinden erörtert werden, ob zumindest ein kleiner Teil der gegenwärtig vorgesehenen Flächen unter bestimmten Voraussetzungen in Zukunft entwickelt werden kann, oder ob auf der Gemarkung Lützellinden überhaupt keine Gewerbeflächen mehr im Regionalplan vorgemerkt werden sollen." Denkbar sei zum Beispiel, einen kleinen Teilbereich am Rande der Gemarkung als "reine Bevorratungsfläche" zu behalten, regt der CDU-Chef an.

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