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Kleine Truppe mit großer Einsatzbereitschaft

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Von: Klaus-Dieter Jung

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Marleen Weßling und Max Rödiger wurden von Leiterin Martina Klee beföprdert (v. l.). © Klaus-Dieter Jung

Gießen (rc). Im gemütlichen Aufenthaltsraum hielten kürzlich die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lützellinden ihre Jahreshauptversammlung ab. Wehrführer Mirko Feldmann begrüßte Aktive und Gäste und zeigte sich erleichtert, dass der Übungsbetrieb wieder zur Normalität zurückkehren kann. Die Zahl der Übungsstunden habe sich nach der Pandemie erhöht, berichtete er.

Stolz sind die Vorortkräfte über zwei neue Mitglieder in der Einsatzabteilung. Sie setzt sich zusammen aus 21 Kräften, vier Frauen und 17 Männern, die im vergangenen Jahr 1810 Stunden auf den Beinen waren, 802 Stunden entfielen auf Einsätzen.

Zu 42 Einsätzen riefen die Piepser, 32 Hilfeleistungen, acht Brände und zwei Fehlalarme weist die Einsatzstatistik aus. Glimpflich verlief ein Flugzeugabsturz eines Kleinflugzeuges, bei einer Notaußenlandung eines Kleinflugzeuges wurde die Wehr ebenfalls in Gang gesetzt. Um die Einsatzabteilung zu verstärken, hat sich eine AG Mitgliedergewinnung gegründet. Die Ehren- und Altersabteilung besteht aus sechs Mitgliedern. Feuerwehrfrau-Anwärterin Marleen Weßling hat jetzt den Dienstgrad Feuerwehrfrau. Zum Hauptfeuerwehrmann beförderte die Leiterin vom Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz, Martina Klee, den Kameraden Max Rödiger.

Mehr Aufgaben

Die Aufgaben der Wehr im Stadtteil seien gewachsen, machte Brandschutzdezernent Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher deutlich. Der Autohof, das Industriegebiet und der Sonderlandeplatz bringen neue Einsatzfelder mit sich. »Die geleisteten Einsätze zeugen von Einsatz- und Leistungsbereitschaft«, lobte der OB. Die Wehr zählt zu den kleinen Einheiten der Feuerwehren in der Stadt, im Verbund mit Allendorf bezeichnete Becher sie als »unverzichtbaren Pfeiler im südwestlichen Bereich«. Auch die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hob er hervor.

Jugendfeuerwehrwart Stefan Heinemann sprach von einem »fast normalen Übungsjahr«. Dennoch gab es einige Highlights - zum Beispiel die Teilnahme am Festzug zum 30. Geburtstag der Burschenschaft mit rund 20 Kindern. Beim Sommerfest des Kindergartens sorgten die Nachwuchsbrandlöscher für Aufsehen. Sie durften eine richtige Feuerstelle löschen. 23 Übungsstunden entfielen auf technische Ausbildung, elf Stunden wurden in die allgemeine Jugendarbeit investiert. Sechs Mitglieder verließen aus zeitlichen oder schulischen Gründen die Jugendfeuerwehr. Zeitgleich sind drei Kids aus der Minifeuerwehr in die Jugendfeuerwehr übergetreten. Ins Jahr 2023 startet die Abteilung mit 17 Jugendlichen. Aus zehn Kindern, neun Jungen und einem Mädchen, besteht die Minifeuerwehr, berichtete Minifeuerwehrwart Joachim Berk. Zunächst fanden die Unterrichtseinheit per Videokonferenz statt. Zum Unterricht zählten neben Erster Hilfe auch teambildende Maßnahmen durch Gruppenspiele, Touren und ein Mini-Osterfest. Die Jüngsten trafen sich zu 21 Übungen. Berk dankte für die Unterstützung durch seine Stellvertreterin Weßling und die Einsatzabteilung. Martina Klee lobte die »hochprofesssionelle Wehrführung« für den großen Einsatz und die Unterstützung. Dem Förderverein sprach sie ihre Anerkennung.

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