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Stadträtin Astrid Eibelshäuser, Lukas Sebastian Bravetti und Jutta Müller vom Hochbauamt, Stadträtin Gerda Weigel-Greilich, Architektin Kristin Dirschl und Ute Kroll-Naujoks, Diakonie Gießen (v. r.) beim Spatenstich.

Bildung

Gießen: Kita-Neubau wird zu einer Art Campus

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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Erahnen lässt sich noch nicht, dass auf dem idyllisch gelegenen, knapp 7000 Quadratmeter großen Grundstück an der Wilhelm-Leuschner-Straße in der Gießener Weststadt bis August 2022 ein neues Familienzentrum mit Kita entstehen soll.

Gießen (bei). Doch »seit Herbst 2020 wurde hier schon richtig Erde bewegt«, sagt Stadträtin Astrid Eibelshäuser beim offiziellen Spatentisch am Dienstag.Vier Millionen Euro kostet das Projekt, 2,8 Millionen davon werden gefördert.

Was es so bislang noch nicht in Gießen gibt: Der Außenbereich des Neubaus werde mit der angrenzenden Ganztagsgrundschule West sowie dem Jugendtreff »Holzpalast« relativ offen verbunden, sodass eine Art Campus entstehe, erklärt Architektin Kristin Dirschl. Das gesamte Gelände ist auf Offenheit und Freiraum ausgelegt. Das eingeschossige Gebäude wird kreisförmig und hat einen großen Innenhof. Der Eingang wird eine Art Foyer und großflächig überdacht. Bewusst werde im Außenbereich Platz gelassen, damit Raum für zum Beispiel einen Kinderflohmarkt da ist, so die Architektin weiter. Zudem werde ein Veranstaltungs- und Beratungsraum für Eltern samt großer Küche entstehen.

Der Bedarf an Bildungsinfrastruktur ist groß in der durchmischten Weststadt, die von Arbeitslosigkeit, aber auch Mulitkulturalität und zugezogenen, jungen Familien geprägt ist. »Ein Familienzentrum ist in erster Linie eine Haltung«, erklärt Stadträtin Gerda Weigel-Greilich. »Es geht um Vernetzung und Erziehungspartnerschaft.« So meine »Zentrum« nicht zwangsläufig, dass es groß ist. So eine Einrichtung könne auch klein sein.

Aufgrund der 70 Kinder, die betreut werden sollen - 20 unter drei Jahren und 50 Ü3 - stellt das Diakonische Werk als Träger eine eigene Leitung ein. »Wir freuen uns unheimlich, das in diesem bunten Stadtteil auszugestalten«, sagt Ute Kroll-Naujoks, stellvertretende Leiterin der Diakonie Gießen.

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