Zwei Hände halten Kamm und Schere und schneiden schwarze Haare.
+
Bei einem Friseur in Gießen werden so schnell keine Haare mehr geschnitten. Die Liste der Corona-Verstöße, die Kontrolleure feststellen, ist lang.

Corona-Vorschriften

Corona-Regeln: Friseur-Salon in Gießen wegen Verstößen geschlossen

  • VonSebastian Schmidt
    schließen

Nach Hinweisen auf Drogenhandel und Corona-Verstößen durchsucht die Polizei einen Friseur in Gießen. Der Betrieb muss sofort schließen.

Gießen – Bereits vergangenen Samstag (08.05.2021) haben Beamte einen Friseursalon in der Gießener Innenstadt durchsucht, der daraufhin seinen Betrieb einstellen musste. Das teilte die Polizei mit. Mehrere Kunden und auch ein Mitarbeiter verstießen gegen die Coronavorschriften, indem sie keine Masken trugen. Den Verdacht auf Drogenhandel konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen.

Hinweise aus der Bevölkerung auf Drogenhandel bei Friseur in Gießen

Ein Dutzend Mitarbeiter von Polizei, Gewerbeamt und Regierungspräsidium Gießen betraten laut Polizeisprecherin Sabine Richter am Samstag das Ladengeschäft des Friseurs. Anlass seien Hinweise aus der Bevölkerung gewesen, dass in dem Friseurgeschäft mit Betäubungsmitteln gehandelt und gegen die Coronavorschriften verstoßen werde.

Vor Ort trafen die Beamten sechs Personen an. Sowohl einer der beiden Angestellten, wie auch mehrere Kunden trugen laut Polizei nicht die vorgeschriebenen FFP2-Masken. Die Kunden haben ebenfalls keinen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorweisen können. Der Friseur habe außerdem keine Kundenliste geführt, mit der im Infektionsfall mögliche Kontaktpersonen informiert werden könnten. „Der Friseur musste sofort aufhören“, sagte Polizeisprecherin Richter. Am Montag (10.05.2021) sei dann die offizielle Schließungs-Anordnung durch das Regierungspräsidium Gießen erfolgt.

Auch Verdacht auf Steuerhinterziehung durch Friseur in Gießen

Laut Polizei stellten die Kontrolleure auch fest, dass keiner der beiden Angestellten ein Meister oder ein technischer Betriebsleiter war. Darüber werde die zuständige Handwerkskammer informiert. Außerdem bestehe der Verdacht auf Steuerhinterziehung, da laut Polizeisprecherin Richter „Kassen- bzw. die Buchführung offensichtlich nicht ordnungsgemäß durchgeführt“ wurde.

Die Beamten konnten laut Polizeisprecherin Richter in den Räumen des Friseurbetriebes jedoch keine Betäubungsmittel finden. Ende April entdeckten Polizeibeamte im Kreis Gießen bei Wohnungsdurchsuchungen mehrere Hundert Gramm Marihuana, Ecstasy-Pillen, LSD sowie 15 Marihuana Pflanzen. (seg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare