Kein Integratives Sportstudio am Rand der Dulles-Siedlung

Gießen (ck). Im Sommer wird die Sophie-Scholl-Schule mit den Klassen ihrer Sekundarstufe das Übergangsdomizil zwischen Dulles-Siedlung und städtischem Kunstrasenplatz verlassen und in ihren Neubau an der Grünberger Straße im Osten der Marshall-Siedlung umziehen.

Was anschließend mit dem Areal der früheren Middle School der US-Armee geschehen wird, ist noch nicht sicher. "Es gibt Kaufinteressenten", sagte auf AZ-Anfrage Magnus Schneider, Geschäftsführer der Lebenshilfe Gießen, in deren Trägerschaft die Integrative Schule ist.

Fest steht dagegen, dass auf dem Gelände kein Integratives Sportstudio für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen wird, wie es vom ACE-Vorsitzenden und früheren Paralympics-Teilnehmer Theo Strippel angedacht worden war. Seinen Plänen zufolge sollte das Studio zunächst in der dortigen Turnhalle untergebracht werden. Nachdem dieses Vorhaben wegen der maroden Bausubstanz der Halle gescheitert war, war an einen Abriss aller Gebäude mit anschließendem Neubau gedacht worden.

Die Lebenshilfe war anschließend als Betreiber der Sportanlage ins Spiel gebracht worden. "Doch das finanzielle Risiko konnten wir nicht eingehen, die Gefahr einer dauerhaften Subventionierung schien uns letztlich zu gro?, erklärte Schneider den Verzicht auf das Projekt; zumal es in Gießen wahrlich keinen Mangel an Fitnessstudios gebe.

Mit dem Ausstieg der Lebenshilfe sah auch die Wohnbau Gießen GmbH die Grundlagen für ein mögliches Engagement verschwunden. Die städtische Wohnungsgesellschaft hatte sich darüber Gedanken gemacht, als Bauherr für das Sportstudio zu fungieren. "Auch wir haben uns inzwischen von diesem Projekt verabschiedet", bestätigte Elke Bergsma, bei der Wohnbau für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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