Einst ein Zugpferd: Der Lebensmittelmarkt im Karstadt Gießen nach seiner Neugestaltung 2006.	F
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Einst ein Zugpferd: Der Lebensmittelmarkt im Karstadt Gießen nach seiner Neugestaltung 2006. F

Karstadt-Lebensmittel

Karstadt Gießen: Anwohner äußern Sorgen - „Keinen einfachen Lösungsvorschlag“

  • vonRedaktion
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Karstadt im Seltersweg Gießen schließt die Lebensmittelabteilung. Das bereitet einigen große Sorgen.

Gießen - Die angekündigte Schließung der Lebensmittelabteilung von Karstadt/Kaufhof bereitet älteren Innenstadt-Bewohnern »Sorge«. Dies teilt die Stadt unter Bezugnahme auf den städtischen Seniorenbeirat mit. »Für viele Seniorinnen und Senioren in der Stadtmitte war die Lebensmittelabteilung von Karstadt die Einkaufsmöglichkeit für ihren täglichen Bedarf und auch fußläufig zu erreichen«, heißt es in einer Presseerklärung. Vermutlich habe sich der Betrieb »nicht mehr gerechnet«.

Aus den Stadtzentren verschwänden immer mehr kleinere Geschäfte und Lebensmittelanbieter. »Das macht es gerade älteren Menschen schwerer, sich selbst zu versorgen«, erklärt der Seniorenbeirat. Ältere brauchten in ihren Quartieren eine gute Infrastruktur, um so lange wie möglich ihr Leben selbst gestalten zu können. Diese Forderung werde in allen Altenhilfeplänen erhoben, auch dem Gießener, der gerade fortgeschrieben werde.

»Wir als Seniorenbeirat sehen diese Entwicklung mit großer Sorge«, sagt der Vorsitzende Holger Claes. »Wir werden immer wieder darauf hinweisen, haben aber keinen einfachen Lösungsvorschlag. Umso wichtiger wird die Etablierung von Nachbarschaftshilfen in den Quartieren.« Als Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt verbleiben Rewe am Marktplatz, Tegut und Penny am Neustädter Tor sowie Klatschmohn in der Neuen Bäue.

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