Kammermusikalische Perlen

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Gießen (jou). Das außerordentliche Talent der jungen Querflötistin Anissa Baniahmad ließ bereits vor einigen Jahren beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" wiederholt aufhorchen. Inzwischen blickt sie auf mehrjährige Studienerfahrungen an der Frankfurter Musikhochschule und ausgiebige Konzertpraxis zurück. Anissa Baniahmad eröffnete am späten Sonntagvormittag gemeinsam mit Johanna Stier (Oboe), Nemorino Scheliga (Klarinette), Marc Gruber (Horn) und Theo Plath (Fagott) bei idealem Wetter die Basilika-Konzerte 2018. Das 2013 gegründete Monet-Bläserquintett bereitete in der voll besetzten romanischen Kirche auf dem Schiffenberg ein hochrangiges Hörerlebnis.

Gießen (jou). Das außerordentliche Talent der jungen Querflötistin Anissa Baniahmad ließ bereits vor einigen Jahren beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" wiederholt aufhorchen. Inzwischen blickt sie auf mehrjährige Studienerfahrungen an der Frankfurter Musikhochschule und ausgiebige Konzertpraxis zurück. Anissa Baniahmad eröffnete am späten Sonntagvormittag gemeinsam mit Johanna Stier (Oboe), Nemorino Scheliga (Klarinette), Marc Gruber (Horn) und Theo Plath (Fagott) bei idealem Wetter die Basilika-Konzerte 2018. Das 2013 gegründete Monet-Bläserquintett bereitete in der voll besetzten romanischen Kirche auf dem Schiffenberg ein hochrangiges Hörerlebnis.

Gekonnt baute das Ensemble in der ruhigen Lento-Einleitung zum Quintett Es-Dur op. 88 Nr. 2 von Anton Reicha Spannung auf. Im Hauptteil des Kopfsatzes faszinierte das überaus feine, facettenreiche Zusammenspiel. Insgesamt bezauberte der erzählerisch-leichte Fluss, gepaart mit großer Detailfülle. Dies galt gleichermaßen für das Menuett wie für das Andante oder Allegretto-Finale. Im ersten Satz der Suite op. 57 von Charles Lefèbvre hielt die friedvolle Atmosphäre in Atem. Das Ensemble zeigte durchweg untrügliches Gespür für kompositorische Nuancen bei seinem vornehm-eleganten Spiel. Auch die dezente, gleichwohl lebendige Interpretation des "Allegro leggiero" hatte künstlerische Klasse.

Welch anspruchsvolle kammermusikalische Perlen das Ensemble ausgewählt hatte, offenbarte sich wieder bei dem Quintett As-Dur op. 14 von Gustav Holst. Besonders berührte das meist schwermütige, zuweilen sich stimmungsmäßig aufhellende Adagio. Die Musiker scheuten auch in der zweiten Programmhälfte nicht technisch wie gestalterisch knifflige mehrsätzige Kompositionen. Im Ganzen ergab sich eine originelle, gut harmonierende Werkfolge. Bei Franz Danzis Quintett B-Dur und bei Paul Taffanels g-Moll-Pendant wurde deutlich, dass den Musikern keck-virtuose Passagen wie ausschweifende Melodien gleichermaßen liegen. Für den begeisterten Applaus und die Bravorufe dankten sie mit einer Zugabe. (F: jou)

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