Junge Kirche

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Nathalie und Lukas stehen hoch oben auf einem Gerüst und putzen Kirchenfenster, die seit Jahren keinen Putzlappen mehr gesehen haben. Sie erzählen aus ihrem Leben, lachen und versuchen, mit den dreckigen Lappen in einen kleinen Eimer am Boden zu treffen. Parallel dazu schwingen Alina, Jasper, Eleonora, Alisha und Anna zu lauter Musik die Pinsel und Farbrollen. Alles wird weiß und schön hell. Laura ölt die frisch abgeschliffene Treppe und sagt "Wie genial die jetzt aussieht!" Sie kennt die Treppe vor dem Abschleifen.

Ich stehe im Kirchenraum und bin begeistert, mit welchem Einsatz diese jungen Menschen sich engagieren. Sie könnten es sich auch zu Hause auf der Couch gemütlich machen und Netflix schauen. Sie könnten sagen: "Corona verdirbt uns doch alles und es bringt nichts, weiter Projekte zu planen." Aber sie sind mit vollem Herzen bei der Sache und wollen ihr neues Projekt "Junge Kirche Gießen" voranbringen.

Für sie beginnt der Advent schon vor dem eigentlichen Advent. Sie warten darauf, dass ihr neues Projekt der Jungen Kirche Gießen Gestalt annimmt. Mit der Jungen Kirche möchten sie einen Ort für andere junge Menschen schaffen, an dem sie sich wohlfühlen, zur Ruhe finden, Freunde kennenlernen, sich ausprobieren und Lebens- und Glaubensfragen nachgehen können.

Es ist ein Privileg für mich, ein solches Projekt leiten zu dürfen und mitzubekommen, wie junge Menschen dem eigentlichen Sinn des Advents auf der Spur sind. Sie weisen mit ihrem Einsatz hin auf das Licht in der Dunkelheit, auf das Kind in der Krippe, auf die Hoffnung, die über die Krise hinausreicht.

Alexander Klein

Ev. Stadtjugendpfarrer

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