Jugendamt: Leitungsstellen erfreulich zügig besetzt

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Die neue Co-Leiterin des städtischen Jugendamts heißt Annette Pradel. "Besonders wichtig ist mir die gute Kooperation mit den Trägern. Damit steht und fällt die Arbeit", sagte die 54-Jährige, als sie sich im Jugendhilfeausschuss vorstellte. Am 1. Januar hat sie ihr Amt angetreten. Pradel ist – als Nachfolgerin von Gabi Keiner – in der Doppelspitze für Pädagogik, Sozialarbeit und Jugendhilfe zuständig, Holger Philipp vornehmlich für Finanzen.

Die neue Co-Leiterin des städtischen Jugendamts heißt Annette Pradel. "Besonders wichtig ist mir die gute Kooperation mit den Trägern. Damit steht und fällt die Arbeit", sagte die 54-Jährige, als sie sich im Jugendhilfeausschuss vorstellte. Am 1. Januar hat sie ihr Amt angetreten. Pradel ist – als Nachfolgerin von Gabi Keiner – in der Doppelspitze für Pädagogik, Sozialarbeit und Jugendhilfe zuständig, Holger Philipp vornehmlich für Finanzen.

Einen langjährig vor Ort erfahrenen Kollegen an ihrer Seite zu wissen, habe sie an der Gießener Stellenausschreibung besonders überzeugt, erklärte die Sozialpädagogin. Sie war in Jugendämtern in Nordrhein-Westfalen tätig – in Leverkusen, Niederkassel und seit 2015 in Rösrath. Unter anderem bringt sie Erfahrungen in den Bereichen Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Pflegekinder, frühe und stationäre Hilfen mit.

Immer häufiger Kindeswohl-Alarm

Andere Leitungsstellen im Jugendamt seien trotz Fachkräftemangels ebenfalls "überraschend schnell" nachbesetzt worden, freut sich Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich (Grüne). Ob die Fluktuation in der Behörde überdurschnittlich hoch ist und ob dies mit grundlegenden Problemen zu tun hat, wird öffentlich strittig diskutiert. Gabi Keiner hatte ihre Kündigung mit Zeitmangel und Überlastung begründet. Mittlerweile ist die lange vakante Stelle in der Jugendhilfeplanung wieder besetzt. Für den ASD sind zwei neue Springerstellen geplant.

Diese Abteilung muss unter anderem immer mehr Verdachtsmeldungen auf Kindeswohlgefährdung bewältigen. Die Zahl habe sich innerhalb weniger Jahre verzweieinhalbfacht, berichtete ASD-Mitarbeiter Armin Förster.

Ob bestimmte Formen von Gewalt oder Vernachlässigung zugenommen haben, sei noch unklar. Häufig erweise sich bei der Überprüfung, dass ein Eingreifen nicht nötig ist. Der Anstieg der Zahlen habe auf jeden Fall auch mit der gestiegenen Sensibilität von Erzieher/innen, Lehrer/innen und Nachbarn zu tun. Außerdem bewerte das Amt Hinweise teilweise anders als früher, auch wegen verschärfter gesetzlicher Grundlagen.

Bis zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses Mitte März sollen nähere Erkenntnisse dazu ausgewertet sein und vorgestellt werden. (Foto: pm)

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