Haus besetzt

Jetzt: Aktivisten besetzten Blecher-Haus in Gießen

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  • Burkhard Möller
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Aufruhr in der Gießener Innenstadt: Das Haus an der Ecke Moltkestraße/Ostanlage wurde von Aktivisten besetzt. Rund 50 Menschen demonstrieren gegen Wohnungsmangel. Die Polizei ist vor Ort.

Aktivisten haben heute Nachmittag das leerstehende Gebäude in der Gießener Ostanlage 29 besetzt. Auf dem Gelände an der Ecke Moltkestraße steht stets die Verkaufsbude der Woscht Anna. Aktuell sind hinter den Fenstern vermummte Menschen zu sehen.

An der Fassade hängen Plakate, auf denen Parolen wie "Besetzt", "Wohnraum für alle" oder "Schluss mit dem Mietenwahn" zu lesen sind. Die Polizei ist vor Ort, auch ein Hund ist im Einsatz. Die Beamten haben aber Schwierigkeiten, in das Gebäude zu kommen, womöglich haben die Aktivisten die Tür verbarrikadiert. Auch vor dem Haus wird protestiert, eine Fahne von "Die Linke SDS" ist zu sehen. Auf ihrer Facebookseite ruft die SDS Hochschulgruppe Gießen dazu auf, sich an dem Protest zu beteiligen. Auf dem Gelände ist eine friedliche Aktion, es läuft Musik, die rund 50 Demonstranten tanzen und singen "Das ist unser Haus."

Das Gebäude steht seit vielen Jahren leer. Früher war hier der Elektrogroßhandel Gustav Blecher KG zu Hause, später nutzte die Bauaufsicht des Landratsamt das Gebäude. Eigentümer des Grundstücks ist Ulrich Blecher, der in Sarnen in der Schweiz lebt.Er ist dort unter anderem Inhaber der Cranioform AG, die sich um die Helmtherapie für Kinder mit Kopfdeformitäten kümmert. Ein Verkauf des Gebäudes kam bisher nie zustande. Die Protestler werfen dem Eigentümer in einem Schreiben vor, er würde horrende Verkaufspreise fordern.

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