Jacob und Funck Sprecher

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Gießen (ige). »Der Fahrgastbeirat ist ein beratendes Organ. dessen oberste Aufgabe die Verbesserung der Fahrgastsituation im Nahverkehr ist«, sagte Friedhelm Sames. Als eine gute Mischung aus »alten Hasen und jungen Hüpfern, aus Erfahrung und Innovation, aus Konstanz und Dynamik« bezeichnete Sames die neuen 21 Mitglieder des Fahrgastbeirates, der im Netanya-Saal des Alten Schlosses seine konstituierende Sitzung abhielt.

Sames ist der alleinige Sprecher in der fünfjährigen ersten Periode dieses Beirates gewesen. Er stellte sich nicht mehr zu Wiederwahl. Sprecher war der Dorf-Güller für den Landkreis und die Stadt zugleich. 15 der 21 Beiratsmitglieder werden von diversen Institutionen entsendet. Sechs sind »ganz »normale« Bürger, drei aus der Stadt, drei aus dem Landkreis. Da sich mehr als jeweils drei an der Zahl um einen Sitz im Fahrgastbeirat beworben hatten, war per Los über ihre Mitgliedschaft entschieden worden.

Was in den vergangenen fünf Jahren nicht gelungen war, klappte diesmal auf Anhieb. Nicht nur ein Sprecher für den Landkreis, sondern auch einer für die Stadt, wurde gefunden. Karl-Heinz Funck aus Biebertal wurde von den anwesenden 15 stimmberechtigten Mitgliedern für den Landkreis gewählt. Patrik Jacob, als Interessenvertreter des VCD (Verkehrsclub Deutschland) im Beirat, agiert künftig als Sprecher für die Stadt Gießen. Ins Protokollamt wurde Jakob Lucifera (Bürger der Stadt), als Stellvertreterin Renate Feick (Interessenvertreterin Seniorenbeirat Stadt) gewählt. Diese vier Wahlen verliefen ohne Kampfabstimmung mit einstimmigem Votum. Anders bei der späteren Wahl zum stellvertretenden Vertreter für die interfraktionelle Arbeitsgruppe »ÖPNV« des Landkreises. In einer zweistufigen Kampfabstimmung mit drei Bewerbern setzte sich der zuvor als Protokollant gewählte Jakob Lucifero knapp durch. Zuvor war Patrik Jacob einstimmig zum Vertreter bestellt worden. Diese interfraktionelle Arbeitsgruppe ÖPNV wurde bereits 2017 gegründet und zwischendurch mehrmals umbenannt. Nun wurde erneut über eine Namenserweiterung diskutiert, um auch die Radfahrer in das Arbeitsgebiet mit einzubeziehen. Landrätin Anita Schneider sagte zu, dieses Ansinnen weiterzuleiten.

Die Landrätin, zugleich Verkehrsdezernentin des Landkreises, dankte Sames für sein fünfjähriges vorbildliches Engagement. Das im Fahrgastbeirat Beratene solle noch stärker in die kommunalen Gremien einfließen. »Wir sind da offen«, versprach sie ein »konstruktives Miteinander«. Als gemeinsames Ziel sieht sie »mehr Radwege, einen besseren ÖPNV und mehr Raum für die Fußgänger.«

»Infrastruktur- Mammutprojekt«

Stadträtin Gerda Weigel-Greilich bezeichnete den Ausbau des ÖPNV als ein »Infrastruktur-Mammutprojekt.« Finanzielle Mittel dazu müssten in die Hand genommen werden. Auf den Weg gebracht von Seiten der Stadt sei bereits eine Machbarkeitsstudie zu neuen Bahnhaltepunkten. Jedoch: »Das wird länger als fünf Jahre dauern,« Weigel-Greilich machte sich auch für eine Frauenquote im Fahrgastbeirat stark. So solle in der Satzung verankert werden, dass bei einem künftig notwendigen Losen Frauen paritätisch zu berücksichtigen seien.

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