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180 000 Euro sollen in die Erweiterung und den Umbau des Feuerwehrhauses in Wieseck investiert werden.

»Ja« zum Bürgerantrag

  • VonKlaus-Dieter Jung
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Gießen-Wieseck (rc). Es war so zu erwarten: Der Ortsbeirat Wieseck hat am Donnerstagabend dem Bürgerantrag »Kein Verkehrsversuch Philosophenstraße« zugestimmt.

Nachdem der Magistrat bereits am 18. Oktober den Antrag beschlossen hat, war nun die Wiesecker Bürgervertretung am Zug. CDU, FDP und FW hoben die Hand zum »Ja«, die beiden BUF Vertreter stimmten dagegen. Norbert Kress (BUF) verwies auf seine Argumente, die gegen diesen Bürgerantrag sprächen (diese Zeitung berichtete) und sprach kleine formelle Mängel an. Doch das konnte die anderen Beiratsmitglieder nicht überzeugen. Nicht zum Zug kam der von Karl-Heinz Erb (SPD) vorgesehene Dringlichkeitsantrag, das Gutachten und naturkundliche Erhebungen zum Rad/Gehweg Philosphenstraße vorzulegen. Bei zwei Jastimmen der SPD und zwei Neinstimmen der BUF wurde das Papier abgelehnt, die CDU enthielt sich.

Dem Wunsch der BUF, »Tempo-30-Aufmerksamkeits-Anzeigen« in einigen Wiesecker Straßen aufzustellen, schloss sich der Ortsbeirat an, auch dem entsprechenden Haushaltsantrag dazu.

Für die Freiwillige Feuerwehr setzt sich das Gremium einstimmig ein: 30 000 Euro als Planungskosten verlangt das Gremium für den kommenden Haushalt, für 2023 sind aus Wiesecker Sicht 150 000 Euro vorzusehen. Die Gelder werden benötigt für die bauliche Erweiterung der Gebäude an der Philosophenstraße, damit sowohl für die Einsatzkräfte als auch für Geräte, Ausrüstung und Fahrzeuge ausreichend Platz vorhanden ist.

Der Wunsch des Ortsbeirates ist es zudem, das Gebäude zeitgemäß und technisch zu modernisieren und in der Fahrzeughalle eine Absauganlage einzubauen. Immer mehr Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder engagierten sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr, freut sich die CDU als Antragsteller. Die Folge: Es wird zu eng im Gebäude, es fehlen Räume für Spinde und Sozial-, Aufenthalts- und Schulungsräume sind rar. Julia Sator stellte fest: »Die Zustände sind katastrophal!«

Die Wiesecker empfehlen dem Magistrat zudem, die Werbeanlagensatzung so zu ändern, dass sie künftig auch für Wieseck gilt. Genehmigungsverfahren sollen in Abstimmung mit dem Ortsbeirat erfolgen. Norbert Kress ließ sich umstimmen: Aus seiner Forderung an die Stadt, ein »Tracking-System« für Anträge des Ortsbeirates einzurichten, wurde ein Prüfantrag, der einstimmig auf den Weg ging.

Der Ortsbeirat gibt auf Anregung von Anette Vogelhöfer den Wiesecker Vereinen künftig die Möglichkeit, vor den Sitzungen ihre Sorgen vorzutragen. Bernhard Oswald (CDU) wünscht sich, dass bei Sitzungen regelmäßig ein Mitglied des hauptamtlichen Magistrats anwesend ist.

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