Im Evangelischen Krankenhaus werden acht Patienten mit dem Coronavirus behandelt. FOTO: SHA
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Im Evangelischen Krankenhaus werden acht Patienten mit dem Coronavirus behandelt. FOTO: SHA

Inzidenz zum ersten Mal über 300

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Gießen(mac). Die jüngsten Einschränkungen der Landesregierung und des Landkreises haben sich in der Stadt Gießen offenbar noch nicht reduzierend auf die Entwicklung der Corona-Zahlen ausgewirkt. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle im Stadtgebiet ist von Donnerstag auf Freitag um 46 auf 464 gestiegen. Die Inzidenz sprang in der Stadt von 291,8 auf 314. Sie liegt damit zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie über dem Wert 300.

Im gesamten Landkreis gibt es derzeit 1263 aktive Fälle. Die Inzidenz liegt bei 281,9. Am stärksten betroffen sind im Gießener Land die Kommunen Pohlheim (639,5) und Lollar (669,3) mit jeweils einer Inzidenz von über 600.

Auch in den Gießener Krankenhäusern sind die steigenden Zahlen zu spüren. Insgesamt befinden sich über drei Kliniken verteilt aktuell 47 mit dem Coronavirus infizierte Menschen in stationären Behandlung. Die meisten davon im Universitätsklinikum Gießen-Marburg. Wir versorgen auf der Intensivstation 26 Patienten und einen Quarantänefall sowie auf der Normalstation 13 und zwei Personen in Quarantäne", sagt UKGM-Sprecherin Christine Bode. Im "EV" werden aktuell acht Patienten mit dem Coronavirus versorgt, teilt das Haus mit. Sieben davon isoliert auf der Normalstation und eine Person auf der Intensivstation. Im St.-Josefs-Krankenhaus lagen am Freitag vier Verdachtsfälle zur diagnostischen Abklärung auf Normalstation. Bestätigte Corona-Fälle gibt es dort derzeit nicht.

Prof. Werner Seeger, Ärztliche Geschäftsführer am UKGM, spricht im GAZ-Interview (Seite 26) unter anderem darüber, wie man den steigenden Patientenzahlen Herr werden will. Zudem ruft er Personen, die eine Pflegeausbildung, insbesondere in der Intensivmedizin, haben, und derzeit nicht arbeiten, dazu auf, zu erwägen, während der kritischen Phase der Pandemie noch mal im UKGM tätig zu werden, um die Patientenlast bewältigen zu können.

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