Inklusion mit Gießkannen

  • schließen

Gießen(pm). Seit einigen Tagen haben die Pforten des Gießkannenmuseums in der Sonnenstraße 3 wieder geöffnet, aber natürlich wird das rege Treiben auch in diesen Räumen ausbleiben, das wir uns alle für den Museumstag gewünscht haben. Veranstaltungen und Führungen mussten abgesagt werden, aber das GiKaMu wird am morgigen Sonntag von 14 und 18 Uhr geöffnet haben. Jeweils drei Besucher auf einmal sind erlaubt, wobei Maskenpflicht und Abstandsgebote gelten.

Inklusion ist das Thema, mit dem der diesjährige Museums-tag überschrieben ist, und das GiKaMu hatte sich eigentlich mit einer Ausstellung und Kooperation darauf vorbereitet. "Eigentlich" und "hätte" - diese Worte werden momentan oft bemüht. Neben öffentlichen Führungen und solchen für Menschen mit Sehbehinderung hätte ein Gespräch mit dem Atelier23 vor den Bildern von Isabell Frisch auf dem Programm gestanden.

Frisch ist Künstlerin des Ateliers23 der Lebenshilfe. Sie ließ sich vom Gießkannenkalender und der Webseite inspirieren. Die Vielfalt an Gießkannen bot ihr Anlass, Miniaturen zu malen und dabei alle Gefäße pointiert ins Format des Bierdeckels zu setzen. Mit eigenem Strich gelingt es ihr, Gefäßtypen und Kannenvariationen in Form und Farbe einzufangen. Dabei interpretiert sie diese frei und findet eigene Bildlösungen. "Vielleicht hundert Gießkannen?" ist der Titel der vertagten Ausstellung. Leider konnte Frisch die anvisierte Zahl nicht mehr erreichen, weil die Einschränkungen aufgrund der Pandemie auch das künstlerische Arbeiten im Atelier23 betroffen haben. Ein erstaunlicher Gießkannenkosmos ist trotzdem entstanden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare