Wo die Kleebachstraße auf die Wetzlarer Straße trifft, wünscht sich die Allendorfer SPD einen Kreisel - oder eine Ampel, um die Verkehrssituation zu entschärfen. FOTO: KHN
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Wo die Kleebachstraße auf die Wetzlarer Straße trifft, wünscht sich die Allendorfer SPD einen Kreisel - oder eine Ampel, um die Verkehrssituation zu entschärfen. FOTO: KHN

Informationen zu Gewerbegebiet gefordert

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
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Gießen(khn). Neben der SPD und den Freien Wählern haben sich auch die Grünen gegen neue Gewerbeflächen in Lützellinden ausgesprochen. Die Grünen haben stattdessen als Ersatz zehn Hektar am Bahndamm der Main-Weser-Bahn bei Allendorf und Dutenhofen ins Gespräch gebracht. Die Allendorfer SPD zeigt sich verärgert über diesen Vorstoß, weil die Ökopartei im Vorfeld nicht das Gespräch mit den Allendorfern gesucht habe, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

Bereits Mitte August habe Grünen-Fraktionschef Klaus-Dieter Grothe in einer Mail an die BI Lützellinden geschrieben, man solle die Entwicklung der Fläche angrenzend an das Gewerbegebiet in Dutenhofen als interkommunales Gewerbegebiet mit Wetzlar prüfen. Ortsvorsteher Thomas Euler begrüßt, dass das Gewerbegebiet Lützellinden nicht mehr erweitert werden soll. Das Projekt sei auch daran gescheitert, weil es Kommunikationspannen gegeben habe, sagt er. Damit sich eine solche Panne nicht wiederholt, habe der SPD-Ortsverein beschlossen, einen Berichtsantrag zum interkommunalen Gewerbegebiet bei Allendorf zu stellen. Ziel müsse ein Austausch von Informationen auf sachlicher und fachlicher Ebene sein. "Es ist viel zu früh und die Informationslage ist zurzeit viel zu dünn, um eine Position des Allendorfer Ortsbeirates festzulegen", sagt Tobias Blöcher für die Allendorfer SPD. Klar sei bereits jetzt, dass jedes Gewerbegebiet zu Belastungen führe - sei es optisch, ökologisch oder verkehrlich. Auf der anderen Seite gehe es auch darum, Einnahmen durch Gewerbesteuern zu erzielen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Allendorfer SPD will wissen, ob es ein Verkehrskonzept für diese Planungen gibt, damit die Andienung dieses Gewerbegebietes "nicht noch zusätzlich durch die bereits jetzt schon gebeutelte Ortsdurchfahrt von Allendorf/Lahn erfolgt", heißt es in dem Antrag. Wichtig ist den Genossen auch, dass dann die vom Ortsbeirat vor einiger Zeit beschlossenen Forderungen hinsichtlich der Wetzlarer Straße realisiert werden.

Dabei geht es um die Entschärfung der Einmündung der Kreisstraße K 21 (Kleebachstraße) in die L 451 (Wetzlarer Straße) - gegebenenfalls mit einem Kreisel oder einer Ampel. Geschaffen werden soll eine sichere Querungsmöglichkeit für Radfahrer und Fußgänger über die L 3451, die Anbindung eines Radweges an den "Eisernen Steg" sowie die die Wiedererrichtung einer Bushaltestelle der Linie 11 (Gießen - Wetzlar) als Ersatz für die 2014 entfallene Haltestelle "Mühle".

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