Industriekletterer sorgt für Licht

Gießen (mö). Seit der vergangenen Woche sendet er wieder sein rotes Licht ins Gießener Land hinaus. Die Rede ist vom früheren Richtfunkmast der amerikanischen Streitkräfte an der Grünberger Straße.

Gießen (mö). Seit der vergangenen Woche sendet er wieder sein rotes Licht ins Gießener Land hinaus. Die Rede ist vom früheren Richtfunkmast der amerikanischen Streitkräfte an der Grünberger Straße. Wie berichtet, war die Befeuerung des rund 100 Meter hohen Stahlriesen zeitweise ausgefallen, was zu besorgten Anrufen der Anwohnerschaft bei der Polizei und der AZ führte. Sie fürchteten einen Flugunfall.

Auf diese Rückmeldungen aus Gießen hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Kassel prompt reagiert. Wie Bima-Mitarbeiterin Brigitte Griesheimer auf Anfrage erklärte, sei von der Bundesanstalt bereits vor geraumer Zeit ein Industriekletterer mit der Wartung der störanfälligen Elektrik des Turms beauftragt worden. Bei Ausfall der Lichter müsse der Kletterer jedes Mal hinaufsteigen, um die Befeuerung per Hand wieder in Gang zu setzen. Zumindest bis zur Turmmitte scheint das zu gelingen.

Da die Unterhaltung des Turms für die Bima "sehr kostspielig" sei, wird derzeit ein Abriss bzw. Verkauf geprüft. Entschieden sei aber noch nichts, sagte Griesheimer. Klar ist: Dauerhaft kann der "lange Ami" nicht stehen bleiben, weil der Stahl im Laufe der Zeit mürbe wird. Dass der Turm beleuchtet wird, sei mit dem für die Flugsicherheit zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt abgestimmt, sagte Griesheimer.

Der Turm diente den Amerikanern früher für den militärischen Funkverkehr und zur Unterhaltung der in Gießen stationierten Streitkräfte mit amerikanischem Fernsehen. Gießener Basketballfans, die im Umfeld der Grünberger Straße wohnten, kamen so früher ebenfalls in den Genuss der Live-Übertragungen aus der US-Profiliga NBA.

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